Mo, 18. Juni 2018

"Zeit steht still"

12.10.2008 16:52

Berührende Statements der Kärntner Politiker

Mit großer Betroffenheit und sehr berührenden Stellungnahmen reagierten Kärntens Politiker aus allen Lagern auf den Unfalltod von Landeshauptmann Jörg Haider. "Die politische Zeit steht heute still", meinte etwa ÖVP-Chef Josef Martinz. "Ich bin schockiert und entsetzt über die Nachricht. Wir haben zwar politisch gestritten, aber trotzdem hatten wir immer eine gute Wellenlänge. Es war faszinierend mit ihm zusammenzuarbeiten."

Ebenso tief betroffen zeigte sich Kärntens SPÖ-Chef Reinhart Rohr (Bild oben): "Ich bedaure, dass ein derartiges Schicksal Kärnten getroffen hat und Haider auf solche Weise aus dem Leben geschieden ist. Wir sollten gemeinsam versuchen, diese schwierigen Tage zu bewältigen." Sowohl Rohr (SP) als auch Martinz (VP) sprachen der hinterbliebenen Gattin und der Familie ihre Anteilnahme aus.

Bischof Alois Schwarz "tief betroffen"
Auch der Gurker Diözesanbischof Alois Schwarz zeigte sich in einer ersten Reaktion "tief betroffen" vom tragischen Tod des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider. "Mein Mitgefühl und meine Anteilnahme gelten in dieser schweren Stunde der Familie Haider, vor allem der Mutter, der Gattin Claudia und den beiden Töchtern mit ihren Familien", sagte Bischof Schwarz.

Bischof wird Haider bei Messefeier gedenken
Er werde, so der Kärntner Bischof, des verstorbenen Landeshauptmanns im Gebet bei der Messfeier gedenken. Haider sei, so Bischof Schwarz, eine "außerordentliche politische Persönlichkeit von großer Begabung und mit besonderem Engagement" gewesen. Und er sei immer menschlich gewesen.

Schwager: "War eine der prägendsten Personen"
FPÖ-Chef Franz Schwager meinte: "Haider war eine der prägendsten Personen der österreichischen Innenpolitik der vergangenen Jahrzehnte. "Das Mitgefühl gilt seiner Familie und Angehörigen, besonders seiner Mutter", sagte Schwager in einer ersten Stellungnahme. "Ich danke Gott, dass ich mit solch einem Politiker das dritte Lager in Kärnten aufbauen durfte."

Holub: "Sein Tun wird noch lange wirken"
Auch Grünen-Chef Rolf Holub spricht allen Angehörigen Jörg Haiders sein tiefes Beileid aus und fügte hinzu: "Jörg Haider war eine der schillernsten Persönlichkeiten, die ich kannte! Sein Tun wird in Kärnten noch lange nach wirken, er hat das Land stark geprägt", schließt Holub. Es war sicherlich der wichtigste Politiker in Kärnten, er war der klügste Kopf.

Karl-Heinz Grasser: "Unglaublich und schockierend"
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, ein langjähriger Weggefährte Jörg Haiders, nannte dessen Unfalltod am Samstag "unglaublich und tief schockierend". Österreich verliere einen "fantastischen Menschen und großen Landeshauptmann". Haider sei einer der "faszinierendsten Politiker" gewesen, der "Österreich über viele Jahre wie kaum ein anderer geprägt" habe.

"Immer ein Freund" gewesen
Er habe viel von Haider - der für ihn "immer ein Freund" gewesen sei - gelernt und sei "dankbar, ein Stück des Weges mit ihm gegangen zu sein".

Trauer auch bei Austria Kärnten
Auch der Fußball-Bundesligaklub SK Austria Kärnten trauert um Landeshauptmann Jörg Haider. Sein "plötzlicher Tod erfüllt die Austria Kärnten-Familie mit schmerzerfüllter Betroffenheit und tiefer Trauer", verlautbarte der Verein in einer Presseaussendung am Samstag.

Canori: "Unersetzbarer Freund und Mentor"
Clubpräsident Mario Canori sagte: "Der tragische Tod von Landeshauptmann Haider ist für mich persönlich ein sehr schmerzlicher Verlust eines unersetzbaren Freundes und Mentors." Haiders Gattin Claudia hatte 2007 als Vizepräsidentin des SK Austria Kärnten fungiert.

Goach: "Trauertag für Kärnten"
Von einem "Trauertag für Kärnten", spricht der Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, Günther Goach. Das Land verliere einen außergewöhnlichen Repräsentanten und Menschen, der wie kaum ein anderer das politische Leben in Kärnten und in Österreich bewegt habe.

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