Do, 21. Juni 2018

Run auf Zuschüsse

12.10.2008 11:37

Steirer müssen jetzt auch beim Heizen sparen

Unfassbar: Weil das Heizen immer teurer wird, sitzen viele Steirer in kalten Wohnungen! Sie ziehen lieber einen warmen Pullover an oder hüllen sich in eine flauschige Decke - denn eine Nachzahlung können sie sich einfach nicht leisten. Beim Land registriert man einen riesigen Ansturm auf den Heizkostenzuschuss. Dass die Heizsaison bereits im September (so früh wie schon lange nicht mehr) angefangen hat, kommt viele Steirer teuer zu stehen.

Bei den Energielieferanten reibt man sich hingegen die Hände, da den meisten heuer saftige Nachforderungen ins Haus flattern dürften. So mancher hat allerdings seine eigene - fragwürdige - Methode entwickelt, um dem drohenden Kostenschock zu entgehen: Die Heizung wird einfach noch nicht aufgedreht, ein dicker Pullover muss vorerst für Wärme sorgen!

So weit geht der Grazer Josef Klapac zwar noch nicht, doch auch ihm macht die Teuerungswelle zu schaffen: "Ich hab schon zu heizen begonnen, weil's draußen richtig eisig war. Aber bei den Strompreisen kann man sich das ja fast nicht mehr leisten!" 70 Euro muss der 48-jährige Schweißer monatlich investieren, um nicht in einer kalten Wohnung zu sitzen: "Wahrscheinlich frage ich jetzt beim Land um eine finanzielle Beihilfe an!"

Das haben übrigens bereits Tausende Steirer vor ihm gemacht. Seit 1. Oktober, als erstmals um einen Heizkostenzuschuss angesucht werden konnte, stehen bei den zuständigen Behörden die Telefone nicht mehr still. "Der Ansturm ist wirklich enorm", bestätigt man im Büro von SPÖ-Soziallandesrat Kurt Flecker. "In etwas mehr als einer Woche sind 2.491 Anträge eingegangen." Siehe Storyende.

AK-Preistest für die "Krone"
Öl billiger, Pellets teurer Gleich vorweg ein riesengroßes Dankeschön an Daniela Premitzer und ihr Team von der steirischen Arbeiterkammer: Exklusiv für die "Steirerkrone" haben die "Preisdetektive" Freitagvormittag die aktuellen Tarife für Heizöl und Pellets in der Steiermark unter die Lupe genommen.

Ausführliche Preislisten in der Infobox!

Die Bilanz auf einen Nenner gebracht: Der Heizölpreis ist um sechs Prozent gesunken, jener für Pellets hingegen um satte acht Prozent in die Höhe geschnellt! "Geht man von einer Abnahmemenge von 3.000 Litern aus, gibt's den billigsten Liter Heizöl um 0,829 Euro, den teuersten allerdings um 0,905 Euro", rechnet Premitzer vor. Wer genau vergleicht, kann sich somit 228 Euro ersparen!

Tief in die Tasche greifen müssen die Besitzer von Pelletsheizungen: Musste man zuletzt für eine Tonne durchschnittlich 175 Euro locker machen, sind es aktuell 190,40 Euro!

So viel gibt's vom Land
Eine Rekordzahl an Steirern wird heuer wohl um den Heizkostenzuschuss des Landes ansuchen. Dieser wurde, wie berichtet, für den Betrieb einer Ölheizung von bisher 120 auf nun 150 Euro angehoben. Werden andere Energieträger verwendet, gibt's immerhin noch 70 Euro (statt 60).

Als Einkommensgrenzen wurden festgelegt: 872 Euro für einen Ein-Personen-Haushalt, 1.307 für Ehepaare und Haushaltsgemeinschaften, 791 Euro für Alleinerzieher. Angesucht werden kann bis 19. Dezember.

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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