So, 19. August 2018

Gute Belüftung

10.10.2008 11:08

Ventilatoren verringern das Kindstod-Risiko

Der Einsatz von Ventilatoren in den Schlafzimmern von Säuglingen kann einer US-Studie zufolge das Risiko des plötzlichen Kindstods deutlich verringern. Der Zusammenhang zwischen einer guten Belüftung des Kinderzimmers und dem plötzlichen Kindstod sei bisher nicht ausreichend erforscht gewesen, erklärte Kimberly Coleman-Phox vom US-Forschungszentrum Kaiser Permanente. Der am Dienstag veröffentlichten Studie zufolge ist das Risiko für einen plötzlichen Kindstod in Kinderzimmern mit Ventilator um 72 Prozent niedriger als in Schlafräumen ohne Ventilator.

Der Forscherin zufolge könnte eine ungenügende Belüftung dazu führen, dass sich nahe der Nase und dem Mund des Babys tödliches Kohlenstoffdioxid ansammelt, der vom Kind dann wieder eingeatmet wird. Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache bei Kindern im Alter von unter einem Jahr.

Fälle von plötzlichem Kindtod verringert
Kinderärzte empfehlen, Säuglinge ohne Bettdecke und Kopfkissen auf dem Rücken schlafen zu lassen. Die Raumtemperatur soll 17 bis 18 Grad betragen. Zudem sollen Babys nicht Zigarettenrauch ausgesetzt werden. Diese Empfehlungen führten in den vergangenen Jahren bereits zu einer deutlichen Verringerung der Fälle von plötzlichem Kindstod.

Für die Studie hatten die Wissenschafter 185 Mütter von Kindern befragt, die an plötzlichem Kindstod verstorben waren, sowie 312 weitere Mütter, die nach Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Die Befragten machten etwa Angaben zu dem Einsatz von Ventilatoren, Schnullern, der Größe und Art von Matratzen und Decken sowie der Raumtemperatur.

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