Mi, 15. August 2018

Mit Messer getötet

11.10.2008 20:10

61-Jährige in Wohnung vom Ehemann ermordet

Nach dem tödlichen Ehedrama in Vorarlberg, bei dem eine 61-jährige Frau am späten Donnerstagabend mit mehreren Messerstichen in ihrer Wohnung in Lochau im Bezirk Bregenz getötet wurde, hat sich der Verdacht gegen den Ehemann bestätigt. Der Mann, der laut Polizei zum Zeitpunt der Bluttat alkoholisiert war, habe "zugestanden", dass er während eines Streits mit einem Messer zugestochen habe, hieß es am Samstag von der Staatsanwaltschaft Feldkirch.

Eine gerichtliche Obduktion der Frau hatte am Freitagnachmittag als Todesursache einen Stich in den Hals ergeben, der die Halsvene öffnete. Nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung war der Verdächtige erneut einvernommen und mit den neuen Erkenntnissen konfrontiert worden. Die dabei getroffenen Aussagen "decken sich mit den Ergebnissen des Obduktionsberichtes", so Heinz Rusch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch. Der Mann wurde am Samstag in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert.

Motiv für die Bluttat noch unklar
Über ein mögliches Motiv bzw. Gründe für den Streit unter den Eheleuten gab es vorläufig keine Angaben. Der 61-Jährige hatte am Donnerstag kurz vor Mitternacht die Rettung gerufen und angegeben, seine Frau regungslos in der Wohnung gefunden zu haben. Der Leichnam der Frau wies mehrere Stiche im Halsbereich und im Oberkörper auf. Die Tatwaffe, ein 15 bis 20 Zentimeter langes Haushaltsmesser, wurde von der Polizei sichergestellt.

Bei den Eheleuten handle es sich um eine Familie aus dem Mittelstand, beide seien bereits in Pension gewesen. "Ob es in der Ehe beziehungsweise im täglichen Zusammenleben einen Anlass für die Tat gibt, können wir derzeit noch nicht sagen", so ein Polizeisprecher.

Gerüchte um Mordversuch vor 20 Jahren
Im Ort kursierende Gerüchte, wonach der 61-jährige Mann bereits vor etwa 20 Jahren nach einem Mordversuch an seiner Frau eine Haftstrafe abgesessen habe, konnte Staatsanwaltschaftssprecher Rusch nicht bestätigen. "So lange zurückliegende Straftaten sind nicht im Computer erfasst", sagte Rusch. Man gehe diesen Gerüchten aber selbstverständlich nach.

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