Sa, 22. September 2018

Sind Jobs in Gefahr?

09.10.2008 09:53

Finanzkrise trifft auch Kärntner Industrie

Die Finanzkrise droht Kärntens Automobil-Zulieferer auszubremsen. Während sich der Chip-Hersteller "Infineon" in Villach von hunderten Mitarbeitern trennt, kämpft Filter-Produzent "Mahle" mit sinkenden Auftragszahlen: "Wir müssen damit leben. Jobs werden nicht nachbesetzt." Das "Magna"-Klagenfurt ist bislang von der Krise verschont geblieben - der Konzern hofft auf baldige Entspannung ...

Die Nachfrage nach neuen Autos ist aufgrund der Finanzkrise eingebrochen - die großen Hersteller wie BMW, Daimler oder Opel bremsen die Produktion ein und sprechen von zum Teil drastischen Kürzungen.

400 Mitarbeiter bei Infineon entlassen
Stehen die Produktionsbänder der "Großen" einmal still, bekommen das auch die Zuliefer-Betriebe zu spüren. "Wir wussten schon, dass es schwierig wird", erklärt "Infineon"-Vorstand Monika Kircher- Kohl. Daher habe man im Villacher Werk, in dem Chips für die Automobilindustrie produziert werden, bereits im Juni reagiert: 400 Mitarbeiter sind betroffen.

Produktion bereits reduziert
"Die Leute haben Angst und fahren daher länger mit ihren alten Autos anstatt neue zu kaufen", erklärt "Mahle"-Chef Franz Mlinar. Im Werk in St. Michael wurden die Stückzahlen der Autofilter daher um zehn Prozent reduziert. Das geplante Turbolader-Werk sei allerdings nicht in Gefahr. "Wir werden sicher nicht auf Teufel komm raus Leute einstellen. Bis 2020 gibt es einen Bedarf von 40.000 Turobladern."

Hoffen auf baldige Entspannung
Während bei "Magna Steyr" in Graz die Fließbänder still stehen, laufe bei der Klagenfurt-Niederlassung, in der Blinker- und Lüftungssysteme produziert werden, hingegen alles nach Plan. "Wir hoffen aber, dass sich die Situation am westlichen Automobilmarkt bald entspannt", so Sprecher Daniel Witzani.

von Thomas Leitner/Kärntner Krone und kaerntnerkrone.at
Symbolfoto

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