Mo, 20. August 2018

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09.10.2008 09:18

Kein "Fall Max" auf Kärntens Bauernhöfen

25 Jahre lang soll Max von einem Bauern ausgebeutet worden sein. Der Arbeitgeber soll dem beeinträchtigten Hilfsarbeiter nur 30 Euro Taschengeld im Monat gegeben haben, Freizeit war rar. Doch ähnliche Schicksale wie im steirischen Bezirk Murau würden sich in Kärnten nicht zutragen, verspricht zumindest die Landarbeiterkammer.
"Gut 400 Kärntner, hauptsächlich Männer, leben bei ihrem Arbeitgeber auf dem Bauernhof", weiß Rudolf Dörflinger, der Direktor der Landarbeiterkammer. Unter diesen ungelernten Arbeitern gibt es auch geistig Beeinträchtigte, für welche die Hilfe der Interessenvertretung besonders wichtig ist. Dörflinger: "30 Euro Taschengeld, wie im steirischen Fall - das darf nicht sein."

1.118 Euro brutto für Landarbeiter
Denn laut Kollektivvertrag muss ein ungelernter Landarbeiter 1.118 Euro brutto monatlich verdienen. Für Kost und Logis dürfen 196,20 abgezogen werden. Dörflinger: "Aus 20 Jahren ist mir kein Fall Max bekannt. Nur manchmal geht es um Überstunden, wir bieten dann Rechtsschutz im Arbeitsgerichtsprozess."

Regelmäßige Kontrollen
Außerdem gibt es mindestens alle eineinhalb Jahre Kontrollen durch die Land- und Forstwirtschaftsinspektion des Landes. "Ich musste nur einmal einschreiten, weil ein Arbeiter in einem nicht adäquaten Zimmer wohnte", so Dietmar Pirmann.

von Christina Kogler/Kärntner Krone

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