Mi, 22. August 2018

Zuschlag erhalten

07.10.2008 14:28

Betreiber für Bahnhof-Shopping-Center fixiert

Die deutsche ECE Projektmanagement-Gesellschaft wird nicht nur das Shopping-Center im neuen Westbahnhof, sondern auch jenes im künftigen Hauptbahnhof (Bild) entwickeln und betreiben. Letzterer wird ab 2009 errichtet und soll nicht nur Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein Handels-und Dienstleistungszentrum werden.

Als Betreiber des Westbahnhof-Einkaufszentrums stand die ECE schon seit längerem fest. Jetzt konnte das Unternehmen auch die Ausschreibung für den Hauptbahnhof für sich entscheiden, wie die Vorstände der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, Birgit Wagner und Claus Stadler, bekanntgaben. Die entsprechenden Verträge wurden auf der Immobilienmesse Expo-Real in München unterzeichnet.

20.000 Quadratmeter Verkaufsfläche
Unter den künftigen Gleisanlagen sowie in der Bahnhofshalle entsteht ein Shopping-Center mit einer Verkaufsfläche von 20.000 Quadratmetern. Die ECE wird für das langfristige Centermanagement verantwortlich sein. Einschlägige Erfahrung hat sie bereits in Deutschland gesammelt: Die Gesellschaft ist unter anderem in den Bahnhöfen Leipzig, Köln und Hannover tätig.

Die Entwicklung des Einkaufs- und Gastroareals, das bis 2011 im Westbahnhof errichtet wird, ist bereits angelaufen. Es wird über immerhin 17.000 Quadratmeter Fläche verfügen. Die Suche nach Nutzern funktioniere derzeit hervorragend, wie Stadler verriet: 3.000 Quadratmeter sind schon fertig vermietet: "Und weitere 8.000 Quadratmeter liegen ausverhandelt bei den Mietern."

Bis zu 100 Geschäfte am Westbahnhof
Auch der Branchenmix stehe schon fest: Der Textilanteil wird am Westbahnhof 50 Prozent betragen, gefolgt von Lebensmittel (11 Prozent) und Gastronomie (10 Prozent). Rund 80 bis 100 Geschäfte sind insgesamt geplant. Vorstöße in Sachen ausgeweiteter Ladenöffnung - also etwa Einkaufen am Sonntag - wird es bei den neuen Bahn-Einkaufszentren übrigens nicht geben, verspricht die ÖBB. "Wir werden uns an die gesetzlichen Rahmenbedingungen halten", betonte Stadler.

Neuigkeiten gibt es auch bei einem anderen Nutzer des Hauptbahnhofs - bei den ÖBB selbst. Denn auch die Konzernzentrale wird dorthin übersiedeln, allerdings nicht wie zuletzt geplant in jenen Bauteil, der am Gürtel entsteht. Das Headquarter wandert stattdessen Richtung Süden, auf die andere Seite der Gleise bzw. der Aufnahmehalle. Laut den ÖBB-Immochefs hat das wirtschaftliche Gründe: Im ursprünglich angedachten Bauteil werden nun Büros entstehen, die vermietet werden. Der Standort sei in Sachen Verwertung attraktiver, es seien dort höhere Erträge zu erzielen, hieß es.

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