Mo, 20. August 2018

Erste Liga

18.10.2008 21:30

St. Pölten besiegt in Salzburg "Jung-Bullen" 4:0

Die 12. Runde der Erste Liga hat am Freitagabend einen eindrucksvollen 4:0-Auswärtssieg von Aufsteiger SKNV St. Pölten über die Red Bull Juniors Salzburg gebracht. Damit haben die Niederösterreicher vor dem Samstag-Schlager zwischen Tabellenführer FC Wacker Innsbruck und FC Magna Wr. Neustadt nur noch zwei Zähler Rückstand auf die Tiroler.

SC Austria Lustenau ist nach einem 2:1-Heimsieg über SV Grödig nicht mehr weiter Tabellenschlusslicht. Die rote Laterne "erbte" Stadtrivale FC Lustenau, der beim FC Gratkorn nur ein torloses Remis erreichte. Zwei weitere Partien endeten ebenfalls unentschieden: Die Austria Amateure trennten sich vom FC Trenkwalder Admira ebenso 1:1 wie der DSV Leoben vom 1. FC RFE Vöcklabruck.

Austria Lustenau - SV Grödig 2:1 (0:1)
Die Vorarlberger haben mit dem 2:1- gegen Grödig den ersten Heimsieg der Saison gefeiert. Der Erfolg war nach 0:1-Rückstand wegen der größeren Chancen und wesentlicheren Spielanteile verdient.

In der Startphase der Partie ließ sich die Austria aus dem Ländle trotz trister Tabellensituation keinerlei Nervösität anmerken, verbuchte beim Sturmlauf durch De Oliveira (7.), Ernemann (17.) und Salomon (23.) drei Chancen, scheiterte aber an der Abschlussschwäche. Die Gäste machten es besser, ein Rasinger-Freistoß wurde von De Oliveira zum 1:0 (34.) ins Tor abgelenkt, auch Tormann Haunschmid sah dabei ein bisschen unglücklich aus.

Die Lustenauer kamen nach der Pause mit neuem Schwung aus der Kabine und Dorner sorgte für den Umschwung. Erst gelang ihm mit einem Schuss aus 18 Metern der Ausgleich (49.), dann erhöhte der 23-jährige Offensivspieler aus ähnlicher Position sein Torkonto nach Günes-Vorlage zur 2:1-Führung (67.) der Hausherren, die dieses Resultat ins Trockene brachten.

Austria Wien - FC Admira 1:1 (1:0)
Nach zuletzt drei Auswärtssiegen in Folge hat die Admira den Austria Amateuren im Horr-Stadion ein 1:1-Remis abgerungen und war sogar über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft. Damit bleiben die Niederösterreicher unter ihrem neuen Trainer Walter Schachner auf der Erfolgsspur, von sieben Spielen unter Schachner verlor die Admira nur eines.

Zwar brachte György Korsos die Wiener in der 7. Minute nach einer Flanke von Marin Leovac per Kopf in Führung, jedoch war die Admira im ersten Durchgang die stärkere Mannschaft. In der 12. Minute verbuchte Korsos noch eine zweite Kopfball-Chance, spätestens danach waren aber nur noch die Gäste am Drücker. Rene Schicker (15., 17.) oder Günter Friesenbichler (32.) vergaben jedoch alle Möglichkeiten.

Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. In der 56. Minute versenkte Admira-Torjäger Friesenbichler einen von Rene Schicker zur Mitte gebrachten Corner. Austria-Schlussmann Markus Böcskör, der unmittelbar davor einen Schuss von Froylan Ledezma in einer schönen Aktion über die Latte gedreht hatte, sah bei dem Gegentor allerdings nicht gut aus. In der 86. Minute hatte Almedin Hota den Sieg für die Admira am Kopf, der Ball landete aber an der Stange.

Red Bull Juniors - SKNV St. Pölten 0:4 (0:1)
SKN St. Pölten hat in Runde 12 seine gute Serie fortgesetzt und bei den Red Bull Juniors in Wals-Siezenheim einen 4:0-(1:0)-Erfolg gefeiert. Die Niederösterreicher, die durch Sadovic (16.) und Wojtanovic (49./Foulelfer) schon bald nach der Pause klar voranlagen, sind auswärts bereits vier Matches und insgesamt in fünf Spielen ungeschlagen, bei den Salzburgern machte sich nach der dritten Niederlage in Serie Tristesse breit.

Die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste fiel schon bald nach dem Wechsel. Wojtanovic nützte die Chance eines Elfers - der zur Pause anstelle von Keeper Schartner (Fingerbruch) eingewechselte Kaltenhauser hatte den Schützen gefoult - dieser hält nun wie Sadovic bei sieben Saisontreffern.

In der Folge schlitterte die Hütter-Elf sogar in die höchste Saisonniederlage und kassierte wie zuletzt gegen die Austria Amateure (3:4) vier Gegentreffer. Thürauer gelang mit einem Weitschuss das 3:0 für St. Pölten, der eingewechselte Frank (81./ebenfalls 5. Saisontor) setzte den Schlusspunkt, womit die Gastgeber schon fünf Punkte Rückstand auf das Spitzenduo haben.

FC Gratkorn - FC Lustenau 0:0
Torlos habe sich am Freitagabend der FC Gratkorn und der FC Lustenau getrennt. Der Vizemeister aus der Steiermark blieb in der Erste Liga zum vierten Mal in Folge sieglos. Die Steirer verabsäumten es trotz etlicher guter Chancen den Tabellenvorletzten, der seit nunmehr sechs Spielen sieglos ist, die siebente Saisonniederlage zuzufügen. Die Gäste, die 25 Minuten mit zehn Mann auskommen mussten, kämpften sich vor 700 Zuschauern den zweiten Auswärtspunkt, rutschten aber auf den letzten Tabellenrang ab. Gratkorn blieb nach dem Spiel der 12. Runde Siebenter.

Beide Teams gingen recht offensiv zu Werke. Der Gratkorn-Kapitän Panagiotopoulus vergab in der 15. Minuten einen Strafstoß. Lustenau-Schlussmann Dobnik hatte den Angreifer zuvor im Strafraum zu Fall gebracht, machte sein Foul aber mit der Abwehr des Elfmeters wieder gut. Eine Abwehr auf der Linie von Gratkorn-Verteidiger Sauseng (25.), ein Stangenschuss des glücklosen Panagiotopoulus (28.) und weitere starke Paraden von Dobnik waren weitere Höhepunkte der ersten Spielhälfte.

Die Lustenauer mussten ab der 65. Minute einen Mann vorgeben. Csandl hatte als letzter Mann gegen Parapatits die Notbremse gezogen und musste mit Rot vom Platz. Die enttäuschenden Steirer konnten aus der Überzahl kein Kapital schlagen.

DSV Leoben - 1. FC Vöcklabruck 1:1 (1:0)
Vöcklabruck hat am Freitagabend dem DSV Leoben ein 1:1-Remis abgerungen. Die Oberösterreicher, die die vergangenen drei Ligaspiele allesamt 1:2 verloren hatten, wurden als schwächere Mannschaft vor allem von ihrem Schlussmann Markus Feuerfeil im Spiel gehalten.

In einem schwachen Spiel ohne Höhepunkte sorgte erst Deni Alars Führungstor für die Gastgeber in der 39. Minute für etwas Bewegung. Davor und danach waren Torszenen rar gesät, den ersten Torschuss in dem Match überhaupt verbuchte Leobens Herbert Rauter in der 29. Minute. Vöcklabruck brachte erst in der 41. Minute einen Ball gefährlich aufs Tor, Diego Rottensteiner vergab.

Das Spiel war zwar durchaus schnell, jedoch von vielen Fehlpässen auf beiden Seiten geprägt. In der 80. Minute profitierte Vöcklabruck-Stürmer Hannes Toth von einer Fehlerkette in der Leobener Abwehr, die den Ball mehrfach nicht wegbrachte. Davor hatte Markus Feuerfeil mehrmals mit starken Paraden einen höheren Rückstand der Gäste verhindert.

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