Mo, 20. August 2018

Internetbetrüger

03.10.2008 15:47

Schüler bot fiktive Elektrogeräte an

Ein 19-jähriger Wiener, der in Salzburg zur Schule geht, hat fiktive Elektrogeräte in Internet-Verkaufsplattformen angeboten und mit 120 Verkäufen einen Schaden von mehr als 20.000 Euro verursacht. Mit gefälschten Schülerausweisen eröffnete der Jugendliche Konten bei verschiedenen Geldinstituten und ließ sich den Verkaufserlös überweisen. Da es die versprochenen Geräte aber nicht gab, sind die Käufer leer ausgegangen.

Der Schüler hat seit mehr als einem Jahr seine betrügerischen Angebote in verschiedene Internet-Auktionsplattformen in Österreich und Deutschland gestellt. Eingeloggt hat er sich in Internet-Cafés. "Er dachte sich, er könnte damit Rückschlüsse auf seine Person verhindern", sagte der Leiter des Kriminalreferates im Stadtpolizeikommando Salzburg, Andreas Huber. Als mehrere Beschwerden eingelangt waren, wurde der Anbieter von den Foren gesperrt und die Polizei alarmiert.

Die ersten Anzeigen gingen bei der Polizei in Salzburg ein. "Aufgrund von Ähnlichkeiten und Rastern auf den Verkaufsplattformen ist man draufgekommen, dass dieselbe Person dahinter steckt", sagte Huber. Für die gefälschten Schülerausweise habe sich der 19-Jährige Formulare aus einer Papierhandlung besorgt, die erforderlichen Kopfstempel von Schulen aus dem Internet heruntergeladen und die Ausweise mit verschiedenen Lichtbildern versehen.

Geld in Spiellokalen und bei Auslandsaufenthalten verpulvert
Das erbeutete Bargeld verbrauchte der Schüler in Spiellokalen und bei Auslandsaufenthalten. Er wurde in Zusammenarbeit mit der Wiener Kriminalpolizei in Salzburg ausgeforscht und festgenommen. Dem jungen Mann, der sich geständig zeigt, blüht ein Strafverfahren wegen Betrugs.

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