Do, 16. August 2018

Fulminanter Sieg

30.09.2008 09:51

Traumergebnis beflügelt BZÖ für Landtagswahl

Das BZÖ ist der große Wahlsieger in Kärnten. Die Orangen haben 39,41 Prozent der Stimmen geholt und damit um mehr als 14 Prozent gegenüber der Wahl 2006 zugelegt. In allen Bezirken konnten die Orangen sogar ein Plus von mindestens elf Prozent im Vergleich zur Wahl 2006 einfahren. In Hermagor und der Landeshauptstadt war das Plus am geringsten. Nun streben die Orangen sogar die absolute Mehrheit bei der bevorstehenden Landtagswahl an.

Alle Ergebnisse aus den Kärntner Gemeinden sowie die besten Bilder aus den Kärntner Parteizentralen findest du übersichtlich in der Infobox!

So lautet das, für Landeshauptmann Haider, erfolgreiche, vorläufige Endergebnis in Kärnten.

Partei20082006Minus/Plus
BZÖ39,4124,90+ 14,51
SPÖ28,4935,41-   6,92
ÖVP14,0221,24-   7,22
FPÖ  7,66  7,25+   0,41
Die Grünen  6,23  7,51-    1,28

Von den Kleinparteien schafften das Liberale Forum (1,40 Prozent) und die Liste Fritz (0,92 Prozent) noch die besten Ergebnisse in Kärnten. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,2 Prozent.

Landhauptmannbonus voll ausgespielt
In den einzelnen Bezirken konnte Haider seinen Landeshauptmannbonus voll ausspielen; überall gab es ein Plus von mindestens 11 Prozentpunkten. Spitzenreiter ist Feldkirchen mit einem Plus von 16,7, dicht gefolgt von Wolfsberg mit 16,4 Prozentpunkten. Schlusslicht ist der Bezirk Hermagor mit 11,2 Prozentpunkte.

Bezirk20082006Plus/Minus
Klagenfurt37,624,2+ 13,4
Klagenfurt-Land39,325,8+ 13,5
Villach37,321,4+ 14,1
Villach-Land39,524,3+ 15,2
Spittal/Drau41,528,8+ 12,7
Hermagor32,521,3+ 11,2
St. Veit/Glan39,326,8+ 12,5
Feldkirchen43,426,7+ 16,7
Völkermarkt38,225,9+ 16,4
Wolfsberg42,426,0+ 16,4
Kärnten gesamt39,424,9+ 14,5

Überraschend ist auch der starke Zugewinn in den roten Hochburgen Villach, Villach-Land und Wolfsberg.

Traum von absoluter Mehrheit bei Landtagswahl
Nun träumen viele im BZÖ schon von einer absoluten Mehrheit bei der kommenden Landtagswahl im März 2009. Das wird aber kein leichtes Unterfangen, da sich sowohl die FPÖ als auch die Grünen konsolidiert haben und den Einzug in den Landtag schaffen dürften.

Durch die kürzlich erfolgte Änderung des Kärntner Wahlrechtes ziehen Kleinparteien nun schon ab dem Erreichen von fünf Prozent in das Klagenfurter Landhaus ein. Das macht es aber wiederum für das BZÖ schwerer, eine absolute Mandatsmehrheit zu erreichen.

Haider konkurrenzlos?
Ob die SPÖ den nun erneut erstarkten Jörg Haider - wie bei der vergangenen Landtagswahl - ernsthaft herausfordern kann, wird sich erst weisen. Im März 2004 unterlag der damalige SPÖ-Chef Peter Ambrozy in einem spannenden Wahlfinish um vier Prozentpunkte. Ambrozy musste seinen Chefsessel bald an Gaby Schaunig abgeben, die wiederum hatte im vergangenen Sommer überraschend das Handtuch geworfen, ihr Nachfolger Reinhart Rohr ist seither um ein eigenes Profil bemüht.

Bei der ÖVP ist man bestrebt, das desaströse Ergebnis der Nationalratswahl zu relativieren. In anderen Bundesländern seien die Verluste bei weitem höher gewesen, wird in der Parteizentrale betont. Faktum bleibt aber, dass die Kärntner ÖVP mit 14 Prozent das schwächste Ergebnis eines einzelnen Bundeslandes eingefahren hat.

Streit um Wahltermine
Offen ist noch, ob die Landtagswahl zugleich mit den Kommunalwahlen stattfinden wird. Die SPÖ wird jedenfalls alles daran setzen, um die Wahlen am gleichen Tag stattfinden zu lassen. Denn so könnte man sich von den starken Bürgermeistern, und deren gibt es bei der SPÖ nach wie vor sehr viele, mitziehen lassen, ist das Kalkül im Hintergrund. Aus wohl genau diesem Grund präferiert Haider eine Trennung der Urnengänge, wenigstens um einige Wochen.

Weitere Reaktionen von Kärntens Spitzenpolitikern findest du in der Infobox!

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