Mo, 20. August 2018

Beim Schwedenplatz

25.09.2008 14:34

Twin-City-Liner bekommt neue Anlegestelle

Wien baut eine neue Schiffsstation - mitten in der Stadt: Am Donaukanal wird ein neuer Terminal entstehen, an der der Twin City Liner sowie die Schiffe der DDSG anlegen werden. Die Station "Wien City" erstreckt sich künftig zwischen Marienbrücke und Schwedenbrücke. Sie soll im April 2010 in Betrieb gehen. Am Donnerstag wurden die Pläne für den Bau präsentiert.

"Die neue Schiffstation ist mehr als eine Anlegestelle", betonte dabei die Wiener SP-Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Die Anlage wird unter anderem auch ein Cafe, ein Restaurant, Geschäfte und Ausstellungsräumlichkeiten beherbergen. Und sie ist deutlich größer als die derzeitige Haltestelle des Twin City Liners: Die neue Landungsbrücke wird sogar vom Schwedenplatz aus zu sehen sein. Wiens SP-Planungsstadtrat Rudolf Schicker sprach am Donnerstag von einem "architektonischen Highlight".

Insgesamt ist das Gebäude 126 Meter lang und 17 Meter breit. Acht Meter weit ragt es über die Wasserfläche in den Donaukanal hinein. Die Höhe des neuen Terminals beträgt rund 13 Meter - sechs Meter davon liegen über Straßenniveau. Doch das besondere an dem Konzept, so wurde heute betont, ist, dass das Ufer nicht zugebaut wird. Denn die neue Schiffsstation steht auf Stelzen, Radfahrer und Fußgänger können den Weg entlang des Donaukanals weiterhin benutzen.

Wien Holding baut das Terminal
Errichtet wird die Station von der Wien-Holding, wobei die konkrete Umsetzung die Holding-Tochter "Wiener Donauraum GmbH" übernimmt. "Wien City" wird in zwei Abschnitten gebaut: Bis März 2009 werden vor allem die Arbeiten am Fundament erledigt. Bis Ende April 2010 erfolgt die Fertigstellung. Die Kosten betragen 6,25 Mio. Euro. Ein Teil davon, 600.000 Euro, werden von der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien übernommen.

Der neue Terminal wird unter anderem "Heimathafen" des Twin City Liners. Dieser verbindet seit 2006 Wien und Preßburg (Bratislava). Rund 350.000 Passagiere wurden seit dem Start befördert. Seit Mai heurigen Jahres sind zwei Schiffe unterwegs. Die Anschaffung des zweiten Katamarans habe sich, so hieß es heute, bewährt. Die Auslastung beider Boote liegt bisher bei über 70 Prozent, der stärkste Monat heuer war der August mit einer Auslastung von 93 Prozent.

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