Fr, 22. Juni 2018

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16.10.2003 14:06

Unwort des Jahres gesucht

Zum 13. Mal seit 1991 wird das "Unwort des Jahres" gesucht. Die Jury aus Sprachwissenschaftlern hat am Donnerstag in Frankfurt dazu aufgerufen, "sprachliche Missgriffe in der öffentlichen Kommunikation" einzureichen.
Gesucht werden Wörter oder Formulierungen,die 2003 negativ aufgefallen sind, "weil sie sachlich grob unangemessensind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen",teilte Jury-Sprecher Prof. Horst Schlosser mit.
 
Bisher sind bereits 400 Vorschläge eingegangen.Dazu zählen unter anderen der Begriff "Beschäftigungsproblem"für die Lage auf dem Arbeitsmarkt und "Bazillenmutterschiff"als Bezeichnung für ein Asylbewerberheim. Das Wort "Briefkastenoptimierung"habe die Deutsche Post AG nach Angaben von Einsendern fürden Abbau angeblich überflüssiger Briefkästen benutzt,sagte Schlosser.
 
Die Entscheidung über das Unwort 2003 sollam 20. Januar 2004 bekannt gegeben werden. Unter Angabe der Quellekann jeder im In- und Ausland noch bis zum 7. Januar 2004 seineVorschläge einreichen. Die Auswahl treffen vier Sprachwissenschaftlersowie zwei jährlich wechselnde Juroren, in diesem Jahr derFernsehjournalist Reinhold Beckmann und der Vorsitzende des Verbandesdeutscher Schriftsteller, Prof. Fred Breinersdorfer.
 
"Unwörter des Jahres" waren zuletzt "Ich-AG"(2002), "Gotteskrieger" (2001) und "national befreite Zonen" (2000).Außerdem wurde 2000 "Menschenmaterial" zum "Jahrhundert-Unwort"gekürt.
 
Wir haben für dich alle Unwörter derletzten Jahre gesammelt plus die platzierten Fast-Unwörter:siehe Linkbox! Und: Du kannst deine Vorschläge direkt einsenden.

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