Sa, 18. August 2018

Rabattjagd

18.11.2010 17:42

So handelst du einen günstigen Preis aus

Angesichts der wieder steigenden Preise ist es angesagt, wieder auf Schnäppchenjagd zu gehen. Das regelrechte Feilschen um Preisnachlässe liegt vielen Menschen jedoch nach wie vor fern, und das, obwohl sich über diesen Weg noch einiges herausholen lässt. Feilschen gehört längst nicht mehr nur auf einem orientalischen Basar zum guten Ton, allein die Frage, ob sich beim Preis noch etwas machen lässt, reicht oft, um Preise etwas zu drücken. Hier erfährst du, wie du Nachlässe geschickt aushandeln kannst, um deine Geldbörse zu entlasten.

Das richtige Auftreten
Feilschen erfordert Mut sowie eine gehörige Portion Selbstbewusstsein und Kaltschnäuzigkeit. Vielen Menschen ist allein schon die Frage nach einem Nachlass peinlich – jedoch vollkommen grundlos. Fragen kostet schließlich nichts. Und der Mut wird oft belohnt.

Wichtig beim Verhandeln eines Rabattes ist deine Ausstrahlung. Selbstsicheres Auftreten ist in jedem Fall Trumpf. Du solltest speziell beim Kauf teurerer Produkte auch auf deine Kleidung achten, welche Wohlstand signalisieren könnte. Auch kann es helfen, eventuelle Folgegeschäfte in Aussicht zu stellen. Der Verkäufer darf weiters keinesfalls das Gefühl haben, dass du das Objekt deiner Begierde unbedingt haben willst, das schwächt deine Position. Willst du einen Rabatt unbedingt, solltest du auch die Härte aufbringen können, den Kauf nicht zu tätigen, wenn der Verkäufer nicht nachgibt.

Der richtige Zeitpunkt
Auch der Zeitfaktor spielt beim Verhandeln eine große Rolle. Oft ist es so, dass gegen Jahresende leichter Rabatte gegeben werden, da Verkäufer gewisse Umsatzziele haben, die nun noch im Jahresendgeschäft erreicht werden müssen. Die Verkäufer stehen somit unter Druck und geben leichter nach. Im Lebensmittelbereich kannst du gegen Abend meist noch den einen oder anderen Nachlass herausholen, da nicht verkaufte Ware entsorgt werden muss.

Produktkenntnis
Du solltest dich auch im Vorfeld über das Produkt informieren, damit du ein Gefühl für das Preis-Leistungs-Verhältnis bekommst und eventuelle Schwachstellen erkennst. Im Geschäft gilt es dann, das Zielobjekt möglichst genau unter die Lupe zu nehmen und auf für dich unwichtige Mängel zu untersuchen, die man dann zum Preisdrücken verwenden kann. Speziell bei größeren Anschaffungen oder Dienstleistungen lohnt es sich auch immer, Konkurrenzangebote einzuholen, und die Anbieter damit quasi zu erpressen.

Barzahler-Rabatt
Speziell bei größeren Anschaffungen kannst du Rabatte verhandeln, indem du anbietest, nicht elektronisch, sondern bar zu zahlen. Das funktioniert im Bereich Unterhaltungselektronik, speziell aber beim Möbel- oder Autokauf. Kannst du keinen geldmäßigen Rabatt herausholen, frage nach Zubehörteilen, die du bekommen könntest.

Stammkunden-Rabatt
Bist du schon lange ein treuer Kunde eines Geschäfts, dann solltest du den Verkäufer hierauf auch dezent hinweisen. Besonders bei Banken und anderen Finanzdienstleistern funktioniert das sehr gut. Auch bei Käufen in kleineren Läden direkt beim Inhaber kannst du gut feilschen bzw. „Nimm 2, zahl 1“-Angebote herausholen.

Taktieren
Du kannst deine Strategie so aufbauen, dass du zunächst Interesse für ein günstigeres Produkt bekundest, und dann auf das eigentlich für dich interessante, etwas teurere Produkt umschwenkst. Der Verkäufer wird seine Chance wittern, dir das höherpreisige Produkt zu verkaufen und etwas nachgiebiger sein. In jedem Fall gehört viel Geduld und Ausdauer dazu, um den Verkäufer von seinen Preisvorstellungen loszubekommen.

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