Im schwarzen Talar

Horngacher erneut ohne Führerschein unterwegs

Österreich
23.07.2008 17:23
Der ehemalige - mittlerweile rechtskräftig verurteilte - Wiener Landespolizeikommandant Roland Horngacher dürfte neuerlich ohne Führerschein erwischt worden sein. Den hatte er ja vor Monaten abgeben müssen, nachdem er im Februar mit 0,88 Promille am Steuer erwischt worden war. Wie die Austria Presse Agentur aus gut informierten Kreisen erfuhr, sollen Polizeibeamte den Mercedes des 48-Jährigen vergangene Woche in der Lerchenfelder Straße in Wien-Neubau gestoppt haben.

Am Steuer: Horngacher, der sich in Begleitung seiner betagten Mutter befand. Ins Auge stach den Gesetzeshütern gleich die eigenartige Aufmachung des Fahrzeuglenkers: Der frühere Spitzenpolizist soll einen schwarzen Talar getragen haben, wobei seine Schultern mit Eichenlaub bekränzt waren.

Als ihn die Uniformierten zur Rede stellten, soll Horngacher sie "abgeschasselt" und verlangt haben, man möge ihn mit "General" ansprechen. In Folge seiner straf- und dienstrechtlichen Kalamitäten hat er auf diesen Titel allerdings keinen Anspruch mehr.

Die Bundespolizeidirektion Wien wollte den Zwischenfall nicht offiziell bestätigen. "Es gibt ein Verwaltungsstrafverfahren. In diesem hat nur der Beschuldigte Akteneinsicht", sagte Pressesprecher Walter Hladik am Dienstagnachmittag auf Anfrage.

OGH bestätigt Urteil gegen Horngacher
Der OGH hat unterdessen den Schuldspruch gegen Horngacher wegen Amtsmissbrauchs und Verletzung des Amtsgeheimnisses bestätigt (ausführlicher Bericht in der Infobox). Die Karriere des außer Dienst gestellten früheren Wiener Landespolizeikommandanten dürfte damit ihr definitives Ende gefunden haben.

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