20.10.2002 11:14 |

Ecclestone

Nächste Runde im Wortgefecht

Mit Vorschlägen zu Regeländerungen fing alles an, jetzt ufert das Wortgefecht zwischen Ferrari-Boss Luca di Montezemolo und Bernie Ecclestone weiter aus.
Mit Vorschlägen zu Regeländerungenfing alles an, jetzt ufert das Wortgefecht zwischen Ferrari-BossLuca di Montezemolo und Bernie Ecclestone weiter aus. Ein Interviewdes Formel 1-Zampano mit der italienischen Zeitung "Gazetta delloSport" goss weiter Öl ins Diskussions-Feuer.
 
"Wenn Ferrari das Geld nicht reicht, sollen sieweniger ausgeben", schoss aus Richtung Ecclestone gegen Luca diMontezemolo. Der hatte zuvor 80 Prozent der TV-Einnahmen fürdie Teams gefordert - 47 Prozent sind es derzeit. Dem setzte Ecclestonein einem Interview mit "Gazetta dello Sport" entgegen: "Wenn MontezemoloMichael Schumacher ein vernünftiges Gehalt zahlen würde,hätte er 40 Millionen Dollar mehr." Zudem verwies Ecclestoneauf die gültige, 1996 auch von Ferrari unterzeichnete Vereinbarung."Und Ferrari bekommt mehr TV-Geld als jedes andere Team. 2008läuft die Vereinbarung aus, dann kann Montezemolo neu verhandeln."
 
Den Stein ins Rollen hatte eine Diskussion um weitreichende Reformen in der Königsklasse gebracht. Weltverbands-ChefMax Mosley und Ecclestone hatten Regeländerungen vorgeschlagen,die für mehr Spannung in der Formel 1 sorgen sollen. Zusatzgewichtefür jeden WM-Punkt beispielsweise, oder gar Fahrerwechselwerden derzeit heiß diskutiert und am 28. Oktober in derFormel 1-Kommission in London zur Entscheidung gebracht. Welcheder Vorschläge die nötigen 18 von 26 Stimmen von Teams,Sponsoren und Funktionären erhalten, bleibt abzuwarten.
 
Die Stimmung zwischen Ecclestone und Montezemolokühlte während der Diskussion um die umstrittenen Reglements-Eingriffemerklich ab. Montezemolo nannte die Vorschläge "schwachsinnig"und drohte gar mit Ausstieg von Ferrari aus der Formel 1. DiePosition des Weltmeisterteams ist dabei durchaus nachvollziehbar."Wir haben jahrelang geschuftet für das Niveau, das wir nunerreicht haben", fasste es Teamchef Jean Todt zusammen.
 
Am zurückliegenden Wochenende ging die Formel1-Saison zu Ende, wie sie sich das ganze Jahr über präsentierte:Die "Roten" feierten den neunten Doppelsieg, eroberten dabei den15. von 17 möglichen Erfolgen und sammelten insgesamt 221von 272 möglichen Zählern. Für die Formel 1-MacherGrund genug, für mehr Spannung zu sorgen.
Freitag, 25. Juni 2021
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