Der erste Tag
An deinem ersten Arbeitstag solltest du alles tun, um einen guten Eindruck zu hinterlassen – beim Chef, aber auch bei deinen Kollegen. Eine wichtige Frage ist dabei, was du am besten anziehen solltest. Vermutlich bist du schon ein paar Mal in dem Unternehmen gewesen und wirst dabei einen Eindruck bekommen haben, welcher Dresscode erwünscht ist. Denn kleidest du dich ähnlich wie deine Kollegen, zeigst du, dass dir Zugehörigkeit wichtig ist. Generell gilt: Extrem körperbetonte Kleidung, wie Mini-Röcke oder hautenge Oberteile, sowie grelle Farben sollten vermieden werden.
In den meisten Betrieben ist es so, dass du an deinem ersten Tag einfach einmal einen Eindruck vom Unternehmen bekommen sollst. Du wirst die verschiedenen Bereiche kennenlernen, deinen Kollegen vorgestellt und bekommst einen Arbeitsplatz zugewiesen. Es kann nicht schaden, einen kleinen Block zur Hand zu nehmen und die wichtigsten Dinge zu notieren. Das zeigt Engagement und ehrliches Interesse. Versuche auch, dir die Namen deiner engsten Kollegen so schnell wie möglich zu merken. Bei allen anderen kannst du auch später nachfragen. Achte darauf, ob im Büro per du oder per Sie verkehrt wird, und passe dich an – niemals von dir aus das Du-Wort anbieten, das kann dir in sehr formellen Betrieben übel genommen werden.
Integration in die Kollegenschaft
Auch wenn es gut ist, Arbeitsbereitschaft zu zeigen, sollte das nicht gleich Ausmaße annehmen, dass du ohne Pause durchschuftest. Beobachte deine Kollegen, wie häufig Pausen gemacht werden, und schließe dich ihnen besonders in der Mittagspause an. Dadurch wirst du von deinen Kollegen als umgänglich wahrgenommen und hast dir die ersten Verbündeten geschaffen. Lerne deine Kollegen kennen und versuche auch, mehr über Gepflogenheiten im Unternehmen herauszufinden: Spielregeln, Pünktlichkeit, Umgangsformen, Eigenheiten des Chefs, Erfahrungen, Erfolge – es gibt viele Fragen, die du stellen kannst. All diese Informationen helfen dir dabei, deine Probezeit von Anfang an gut zu bewältigen.
Was soll ich sagen, was nicht?
Vor allem in der ersten Zeit kann es sein, dass dir gewisse Arbeitsweisen ungewohnt, vielleicht sogar unnötig erscheinen. Dennoch solltest du mit Kritik hinterm Berg halten. Das kann leicht als besserwisserisch und arrogant empfunden werden. Was du sehr wohl machen kannst, ist nachzufragen, warum gewisse Dinge so gehandhabt werden, wie man es tut. Das zeigt Interesse und gibt dir die Möglichkeit, mehr Verständnis für das Unternehmen zu entwickeln. Auch für privaten Tratsch unter Kollegen gilt: niemals mitmachen! Zuhören – okay! Fragen stellen – gut! Aber wenn du dich daran beteiligst, kann sich das schnell als Schuss ins eigene Knie entwickeln.
Wenn nicht alles glattläuft…
In der Probezeit ist es normal, dass du noch nicht alle Arbeitsvorgänge perfekt beherrschst. Dir werden Fehler passieren, wichtig ist jedoch dein Umgang damit. Du solltest sofort Bescheid geben, wenn dir etwas danebengegangen ist, und dafür auch die Verantwortung übernehmen. Niemals die Schuld einem Kollegen in die Schuhe schieben, das kommt nicht gut an. Frage auch nach, wie du den Fehler das nächste Mal vermeiden kannst. So zeigst du Lernfähigkeit.
Feedback-Gespräch
Gegen Ende der Probezeit solltest du das Gespräch mit deinem Vorgesetzten suchen und besprechen, wie es gelaufen ist. Frage konkret nach, was gut gelaufen ist und wo du dich noch verbessern kannst. So zeigst du Engagement und Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Betone auch, was aus deiner Sicht gut gelaufen ist und wo du von dir aus noch Verbesserungspotenziale an dir siehst. Wenn ihr euch einig seid, dass du in diesem Unternehmen richtig bist, dann wirst du das schnell herausfinden. In diesem Fall solltet ihr auch deine Laufbahn in den nächsten Monaten besprechen und klären, welche Erwartungen an dich gestellt werden. Damit steht einer erfolgreichen Karriere nichts mehr im Wege.
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