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21.08.2017 - 00:00
Das Arecibo-Teleskop empfängt Signale des Sterns Ross 128 (kleines Bild)
Foto: NAIC, PHL, krone.at-Grafik

Signale von Zwergstern lassen Forscher rätseln

17.07.2017, 11:11

Ein Signal, das man mit dem 300- Meter- Radioteleskop von Arecibo aufgefangen hat, stellt Astronomen derzeit vor ein Rätsel. Um was es sich bei dem breitbandigen und quasi- periodischen Impuls, der aus der Richtung des 10,9 Lichtjahren entfernten Roten Zwergsterns Ross 128 kommt, ist unklar. Dass Aliens die Signale verursachen, stehe aber ganz am Ende ihrer Liste möglicher Erklärungen, so die Forscher.

Auf das rätselhafte Signal war ein Team um Abel Méndez vom Planetary Habitability Laboratory (PHL) der University of Puerto Rico at Arecibo zufällig bei der Untersuchung der Sterne Gliese 436, Ross 128, Wolf 359 und anderen gestoßen. Bei einer Analyse der Daten fanden sie stark streuende, breitbandige, quasi- periodische Impulse, deren Herkunft bislang völlig unklar ist.

Das Arecibo-Radioteleskop in Peru
Foto: NAIC/Arecibo Observatory

Von anderen Observatorien sei diesbezüglich keine Hilfe zu erwarten, denn für diese sind die mit dem Arecibo- Radioteleskop aufgefangenen Signale zu schwach, und das größte Radioteleskop der Welt, das "Five hundred meter Aperture Spherical Telescope" (FAST) in China (Bild unten), das Ende September 2016 in Betrieb ging , werde gerade kalibriert und sei daher noch nicht einsatzbereit, berichten die Wissenschaftler auf der PHL- Website .

Das "Five-hundred-meter Aperture Spherical radio Telescope" in China
Foto: APA/AFP/Xinhua

Ross 128 ist ein Roter Zwerg, der 10,9 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt in der Nähe des Sternbilds Jungfrau liegt. Er wurde 1926 vom US- Astronomen Frank Elmor Ross (seinem Namensgeber) entdeckt und gehört zu den sogenannten UV- Ceti- Sternen, für die das Auftreten von Auftreten von Flares (nichtperiodische, befristete Freisetzungen großer Energiemengen; Anm.) typisch ist.

Redakteur
Wilhelm Eder
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