Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
22.07.2017 - 23:58
Foto: LBI/ArchPro

Carnuntum wird mit neuem Bodenradar vermessen

21.04.2012, 08:00
Das gesamte Stadtgebiet des antiken römischen Militärlagers Carnuntum im heutigen Niederösterreich wird in den kommenden drei Jahren mithilfe eines neuen Bodenradar-Gerätes vollständig erkundet. Eine Fläche von zehn Quadratkilometern soll per Magnetik und Radar untersucht werden. So sollen archäologische Strukturen wie Mauern bis in eine Tiefe von drei Metern ohne Grabungen sichtbar gemacht werden.

Im Vorjahr waren in Carnuntum Reste einer großen Gladiatorenschule (Bild; Bericht siehe Infobox) entdeckt worden. Mithilfe des neuen Geräts, das am Freitag in Wien vorgestellt wurde, erwarten sich die Wissenschaftler weitere Sensationsfunde, erklärte Wolfgang Neubauer, Leiter des Ludwig Boltzmann Institut (LBI) für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie in Wien. Die Fernerkundung aus der Luft mittels Laser- und Hyperspectral Scanning, die archäologische Strukturen auch in Gebieten mit dichter Vegetation sichtbar machen, ist bereits abgeschlossen.

Neues Bodenradar im Einsatz

Jetzt kommt das neue Bodenradar zum Einsatz, das mit 16 Antennen Strukturen in einer Tiefe von bis zu drei Metern in einer flächigen Auflösung von acht mal acht Zentimeter dreidimensional erfassen kann. Konkret werden dabei die Grenzflächen von Materialien mit unterschiedlichen elektromagnetischen Eigenschaften sichtbar gemacht.

Die Geräte der österreichischen Wissenschaftler sind so gut, dass sie immer öfter auch im Ausland zum Einsatz kommen. So haben die Forscher des LBI 2010 in unmittelbarer Nähe des britischen Steinkreises Stonehenge den sensationellen Fund einer Holzformation - scherzhaft "Woodhenge" genannt - gemacht (siehe Infobox).

Gerät wurde auch in Ephesos verwendet

Auch bei anderen archäologischen Stätten kommt das Bodenradar zum Einsatz. So haben die Experten mit dieser Methode im türkischen Ephesos ein bisher unbekanntes öffentliches antikes Zentrum mit mehreren Monumentalbauten entdeckt.

21.04.2012, 08:00
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der #Netiquette# widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum