Foto: Andreas Moser

ZAMG richtet eigene Messstationen an der Streif ein

23.01.2013, 11:24
Um die 73. Auflage der Hahnenkammrennen meteorologisch effizient betreuen zu können, hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, kurz ZAMG, an der Streif eigens Messstationen installiert. Die Ansprüche der Rennen in Kitzbühel erforderten mittlerweile eine aufwendige meteorologische Betreuung, hieß es am Mittwoch. Die Prognose blieb derweil gegenüber Montag mit sonnig und kalt unverändert - einzig der Nebel könnte am Freitag beim Super-G ein Thema sein.

Um jeden Bereich der Strecke optimal einschätzen zu können, wurden mehrere Messstationen direkt an der Streif aufgebaut. Die Daten seien jederzeit online abrufbar. "Eine Wetterstation steht direkt an der Mausefalle, auf 1.650 Meter Seehöhe. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Überwachung des Windes, der bei den weiten und hohen Sprüngen der Rennläufer gefährlich werden kann", erklärte Manfred Bauer, Leiter der ZAMG in Innsbruck.

Eine Wetterstation steht direkt an der Hausbergkante

Eine zweite Wetterstation beim Seidlalm- Sprung sei ebenfalls für die Windmessung wichtig. Zudem sei dort die Temperatur besonders interessant, da hier oft der Inversionsbereich liege, also der Übergang von der kalten Luft im Tal zur milden Luft im oberen Bereich der Strecke, erläuterte der Experte. Die dritte Hahnenkamm- Wetterstation stehe direkt an der Hausbergkante auf 1.000 Meter Seehöhe.

Neben Messdaten von der Strecke sei die Vorhersage wichtig. Dafür werden ständig die neuesten Daten von Wettersatelliten, Niederschlagsradar und Prognosemodellen analysiert und für die Organisatoren aufbereitet, hieß es.

Die Aussichten für die Rennen, die am Hahnenkammwochenende vom 25. bis 27. Jänner stattfinden, seien in diesem Jahr "deutlich besser" als in den vergangenen. "Samstag und Sonntag, also bei Abfahrt und Slalom, ist es überwiegend sonnig und kalt. In der Früh hat es an beiden Tagen im Zielraum minus zwölf Grad, am Nachmittag minus zwei", so Susanne Lentner, Meteorologin in Innsbruck. Schwieriger sei die Prognose jedoch für den Super- G am Freitag: "Da können sich entlang der Streif bis in den Nachmittag hinein Wolken und Nebelschwaden halten, und es kann leicht schneien", so die Meteorologin.

23.01.2013, 11:24
AG/red
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