Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Vanek- Klub Buffalo trennt sich von Coach Lindy Ruff

21.02.2013, 09:16
Thomas Vanek erhält erstmals in seiner NHL-Karriere einen neuen Trainer. Die Buffalo Sabres haben sich am Mittwoch von ihrem Langzeitcoach Lindy Ruff getrennt. Der NHL-Klub reagierte damit auf den schwachen Saisonstart mit lediglich sechs Siegen aus 17 Spielen. Vanek war bisher der einzige Lichtblick für die Sabres. Der Österreicher führt mit 25 Punkten sowie zwölf Toren die Scorerwertung und die Schützenliste an.

Ruff betreute Buffalo seit 1997 und war damit der längstdienende Trainer der NHL. In allen nordamerikanischen Profiligen ist nur NBA- Trainer Gregg Popovich bei den San Antonio Spurs noch länger im Amt. Schon den Großteil seiner aktiven Karriere hatte Ruff in Buffalo verbracht. 1999 führte er die Sabres als Chefcoach ins Stanley- Cup- Finale.

Vanek konnte seinen Coach nicht retten

Vanek, der 2005 unter Ruff für die Sabres in der besten Eishockey- Liga der Welt debütiert hatte, war unter seinem Langzeitcoach zuletzt zum absoluten Führungsspieler avanciert. Trotz der aktuellen Hochform des 29- Jährigen setzte es für Buffalo zuletzt vier Niederlagen in fünf Spielen. Das 1:2 am Dienstag zu Hause gegen die Winnipeg Jets war Ruffs letztes von mehr als 1.000 Spielen an der Sabres- Bande.

"Das ist ein emotionaler und harter Tag"

Vanek selbst zeigte sich betroffen: "Er ist in meinen Augen immer noch das Gesicht von Buffalo. Das ist ein emotionaler und harter Tag. Er ist jetzt ein Toptrainer am Markt und jeder Klub, der ihn verpflichten wird, bekommt einen großartigen Coach. Es ist ein trauriger Tag." Vanek sprach aber auch von einigen Aufs und Abs in der gemeinsamen Zeit mit Ruff. Der Flügelstürmer hatte seit seinem NHL- Debüt 2005 unter Anleitung des 53- Jährigen gespielt.

Rolston coacht interimsmäßig bis Saisonende

Bis zum Saisonende wurde Ron Rolston als Interimstrainer installiert. Sein Debüt gibt der 45- Jährige am Donnerstag in Toronto. Rolston betreute bisher das Buffalo- Farmteam Rochester Americans in der AHL. Laut General Manager Darcy Regier könnte Rolston aber auch zur Dauerlösung werden. "Wir geben uns und ihm die Möglichkeit, einander besser kennenzulernen, und wenn die Sache gut läuft, wird er die Chance bekommen, Head Coach zu werden", sagte Regier.

Die Entscheidung, sich von Ruff zu trennen, sei schwer gewesen. "Die Eishockey- Welt weiß, was ich und der ganze Klub für Lindy Ruff empfinden, nicht nur als Trainer, sondern auch als Persönlichkeit. Seine Qualitäten haben uns diese Entscheidung sehr schwer gemacht", betonte Regier.

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21.02.2013, 09:16
AG/red
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