Foto: GEPA, Sepp Pail

Schröcksnadel: "Lukas Müller erhält jede Hilfe!"

16.01.2016, 16:59

Nach der Querschnittslähmung wartet auf Adler Müller eine lange Reha. ÖSV- Präsident Peter Schröcksnadel sagt volle Unterstützung zu.

Ein Besuch seitens des ÖSV- Teams im Landeskrankenhaus Graz ist auf unbestimmte Zeit verschoben, die Genesung des beim Vorfliegen am Kulm schwer gestürzten Jungadlers Lukas Müller hat absolute Priorität. Der Kärntner wird nach der erfolgreichen Operation des Bruchs des sechsten und siebenten Halswirbels weiter auf der Intensivstation behandelt.

Lukas Müller
Foto: GEPA

Der gesamte Skiverband ist aber in Gedanken beim 23- Jährigen. "Wir werden helfen in jeder Form. Wenn medizinische oder sonstige Hilfe notwendig ist, dann machen wir das, ganz einfach", stellt ÖSV- Präsident Peter Schröcksnadel klar. Es spiele dabei keine Rolle, dass Müller wegen fehlender Ergebnisse keinem ÖSV- Kader angehört. "Das ist wurscht, wir werden helfen. Er braucht eine Reha und sehr viel Pflege. Genau dafür werden wir sorgen", sagt der 74- jährige Tiroler.

Grünberg: "Egal, was kommt, nicht aufgeben!"

Zuspruch erhält Müller, dem aufgrund einer inkompletten Querschnittslähmung ein Leben im Rollstuhl droht, aus der ganzen Sportwelt. Stabhochspringerin Kira Grünberg, die sich wie kaum eine andere in seine Situation hineinversetzen kann, spricht ihm Mut zu. "Egal, was kommt, nicht aufgeben!"

Foto: ORF THEMA

Der Informatik- Student wird bei der Genesung jede Unterstützung benötigen. Laut den Ärzten haben Patienten mit vergleichbaren Verletzungen nach einer langen und guten Rehabilitation wieder gehen können.

Unfallursache noch nicht ganz geklärt

Die Unfallursache (Mülller verlor in der Luft Schuh und Bindung) ist bislang noch nicht restlos geklärt. Im Springerzirkus werden zwei Optionen diskutiert - entweder gab es einen Materialdefekt, oder Lukas selbst beging einen Fehler. ÖSV- Chef Schröcksnadel will eine Untersuchung einleiten: "Wir werden uns das genau anschauen."

Eines steht aber fest. Die seit dem Vorjahr verwendeten Rückenprotektoren hätte die schlimme Verletzung nicht verhindern können. "Der Bereich der Halswirbel kann mit diesen Mitteln nicht geschützt werden ", erklärt ÖSV- Arzt Jürgen Barthofer.

Hier im Video äußert sich "Krone"- Arzt Dr. Wolfgang Exel im Gespräch mit sportkrone.at- Redakteur Michael Fally zur schweren Verletzung von Müller:

Video: krone.tv

16.01.2016, 16:59
Norbert Niederacher, Kronen Zeitung
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