Foto: APA/EPA/SERGEY ILNITSKY

Moll nach Halbfinal- Sturz Zwölfte, Ramberger 19.

16.02.2014, 12:43
Das mediale Interesse bei den Olympischen Spielen bringt ans Licht, wie beinhart es in der Snowboard-Disziplin Cross zugeht. Am eigenen Leib verspürte das am Sonntag die Vorarlbergerin Susanne Moll, die nach einem Sturz im Semifinale eine leichte Gehirnerschütterung erlitt. Sie kam im Klassement an die zwölfte Stelle, Maria Ramberger wurde 19. Gold holte sich die Tschechin Eva Samkova, die kanadische Mitfavoritin Dominique Maltais gewann Silber, die Französin Chloe Trespeuch Bronze.

Es war nicht der Tag der 26- jährigen Moll. Sie war im zweiten Lauf für die Setzung gestürzt und auch im Viertelfinale hatte es sie geschmissen. Sie rappelte sich aber hoch, kam als Dritte ins Ziel und stieg auf. Im Semifinale war sie gleich nach dem Start zu Sturz gekommen, setzte die Fahrt aber ebenfalls fort, ehe es sie vor dem letzten Kicker noch einmal zu Boden warf. Sie ließ sich zum Start bringen, bekam ob eines leicht verwirrten Eindrucks aber keine Freigabe vom Ärzteteam des ÖOC.

Moll: "Wenn ich nur wüsste, was passiert ist"

"Wenn ich nur wüsste, was passiert ist. Ich habe wahrscheinlich schon ein bisschen eine Gehirnerschütterung", sagte die im Gesicht von Schürfwunden gezeichnete Moll im Zielraum. Sie könne sich an den Start des Semifinales noch erinnern. "Ich wollte zu flach drüber, habe eingespitzelt und bin drüber gepurzelt", sagte sie zum frühen Sturz an einem der ersten Elemente. "Ich habe gesehen, dass auch zwei andere liegen, also bin ich weitergefahren." Vor dem Start des kleinen Finales habe sie dann selbst gemerkt, dass es nicht gehe, erzählte Moll. ÖOC- Arzt Klaus Pribitzer hätte aber ohnehin keine Startfreigabe erteilt. Er sprach vom Verdacht auf eine leichte Gehirnerschütterung und verordnete der Athletin Bettruhe.

Ramberger: "Habe mich ein bisschen verschätzt"

Die 27- jährige Niederösterreicherin Ramberger war bereits im Viertelfinale und damit der ersten Runde auf der Strecke geblieben. "Für mich ist enttäuschend, dass ich gleich im ersten Lauf an zweiter Position selbst verschuldet gestürzt bin. Ich dachte mir, ich hänge mich an Eva Samkova an, habe mich aber leider ein bisschen verschätzt und bin nach einem Sprung in der Kompression gelandet." Der - im Vergleich zum Weltcup - sehr lange Kurs sei total lässig. Man habe ihn so hingebracht, dass alles voll zu fahren gewesen sei. "Ich hätte mich echt gut gefühlt. Ich habe geglaubt, ich kann angreifen." Die vielen Stürze bezeichnete sie als "Alltag" im Geschäft. In allen Sportarten, in denen es um höher, weiter, schneller geht, passiere manchmal etwas. "Frau gegen Frau, das macht den Reiz aus", beschrieb Ramberger.

16.02.2014, 12:43
AG/red
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