Foto: EPA

Landertinger vergibt Sieg beim letzten Schuss

11.01.2014, 16:30
Österreichs Biathlon-Herren haben den Staffelsieg vom Donnerstag am Samstag im Weltcup-Einzelbewerb in Ruhpolding nur teilweise bestätigt. Ex-Weltmeister Dominik Landertinger (im Bild) vergab einen möglichen Triumph erst beim letzten Schuss, belegte mit einer Strafminute Rang fünf. 42,7 Sekunden fehlten dem Tiroler am Ende auf Sieger Emil Hegle Svendsen aus Norwegen.

19- mal hatte Landertinger ins Schwarze getroffen, ehe ihn die Körperspannung verließ. "Ich hatte beim letzten Schuss keine Chance mehr, denn ich habe extremes Kniezittern bekommen", erklärte der 25- Jährige, der zuletzt immer besser in Form gekommen ist. "Auch das zwischenzeitliche Absetzen hat nichts genützt. Insgesamt war das Schießen mit 19 Treffern aber super."

Läuferisch tat sich Landertinger mit der tiefen Spur dafür wie einige seiner Kollegen lange Zeit schwer. "Ich bin erst spät in Schwung gekommen. Die letzte Runde war aber sehr gut", meinte das ÖSV- Ass. Auf die Podestplätze, die sich die Russen Alexei Wolkow und Jewgeni Ustjugow sicherten, fehlten Landertinger rund 25 Sekunden.

Übrige Österreicher konnten nicht überzeugen

Die übrigen Österreicher vermochten nicht wirklich zu überzeugen. Simon Eder ließ die Chance auf den Disziplinen- Weltcup aus, den sich nach nur zwei Bewerben Svendsen sicherte. Eder kam nach je einem Fehler liegend und stehend nicht über Rang 16 hinaus. "Zwei Strafminuten sind bei diesen Bedingungen eine zu viel", gestand der Salzburger.

1:56,7 Minuten hinter Svendsen trauerte Eder auch der verlorenen Chance auf Kristall nach. Beim Auftakt im Einzel in Östersund war er Zweiter gewesen. "Es ist wirklich schade, denn heute wäre die Chance auf die Kugel im Einzelweltcup da gewesen", sagte Eder. Der im Gesamtweltcup führende Franzose Martin Fourcade ließ Ruhpolding nämlich im Hinblick auf Olympia aus. In Abwesenheit seines größten Konkurrenten setzte Svendsen seine Erfolgsserie fort. Der 28- Jährige hatte zuletzt bereits in Oberhof Sprint und Verfolgung gewonnen und fuhr seinen dritten Saisonsieg ein.

Die ÖSV- Routiniers Christoph Sumann (1 Fehler) und Daniel Mesotitsch (3) kamen zweieinhalb bzw. dreieinhalb Minuten hinter Svendsen nicht über die Plätze 27 und 42 hinaus. Im Gegensatz zu Tobias Eberhard (85.) und Fritz Pinter (89.) sind sie aber in der Verfolgung dabei.

11.01.2014, 16:30
AG/red
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