Hört Morgenstern nach irrem Olympia- Märchen auf?

17.02.2014, 21:24
Für ihn glänzt dieses Silber fast wie Gold! Thomas Morgenstern erlebte in Sotschi ein irres Olympia-Märchen. Von der Intensivstation nach seinem Horror-Sturz am Kulm flog der Kärntner innerhalb weniger Wochen zu Olympia-Silber. "Es ist sehr bewegend für mich", gestand er, "wir haben mit der Mannschaft unser Bestes gegeben. Darauf können wir sehr stolz sein." Morgenstern fuhr fort: "Es ist schön, so aufzuhören." Um aber lächelnd zu ergänzen: "Es ist schön, hier in Sotschi so aufzuhören."

Schon am 15. Dezember stürzte Thomas Morgenstern in Titisee- Neustadt am Tag nach einem Weltcupsieg schwer, brach sich einen Finger, erlitt Abschürfungen im Gesicht, Blutergüsse und Prellungen. Er kämpfte sich zurück, wurde Tournee- Zweiter und stürzte leider erneut. Sogar noch schlimmer!

Viele Tage in der Intensivstation

Am 10. Jänner zerschellte er beim Training am "Flugmonster Kulm" und wurde mit kritischen Kopf- und Lungenverletzungen in die Intensivstation eingeliefert, wo er viele Tage bleiben musste.

Während viele damit rechneten, dass der dreifache Olympiasieger nie wieder springen würde, erkämpfte er jetzt, nur eineinhalb Monate danach, mit dem Team dieses Silber. "Danke an alle meine Kollegen, es war ein Wettkampf auf höchstem Niveau und hat enorm Spaß gemacht. Meine Gefühle überrumpeln mich jetzt. Die Demut ist sehr groß. Was die letzten Wochen passiert ist, ist noch nicht ganz klar zu kapieren für mich."

2006 hauchdünn vor Kofler zu Gold

Zumal seine großartige Karriere auch schon bei Olympischen Spielen ihre Initialzündung bekommen hatte. Mit Doppel- Gold 2006 in Turin wurde er zum großen Star. Damals gewann Morgenstern um einen Zehntelpunkt vor Andi Kofler, der diesmal im Teambewerb nur Ersatzmann gewesen ist. 2010 eroberte "Morgi", der Papa eines Töchterchens (Lilly) ist, in Vancouver mit dem Team Gold.

Naht das Karriereende?

Hätte unser Team übrigens doch Gold gewonnen, wäre Thomas mit vier Goldenen der erfolgreichste österreichische Olympionike der Geschichte gewesen. Bei den nächsten Spielen in vier Jahren wird er wohl nicht mehr zu sehen sein. Nachdem er schon einige vage Andeutungen machte, dass bald Schluss sein könnte, sagte er auch am Montag wieder: "Es ist schön, so aufzuhören." Doch er ergänzte: "Es ist schön, hier in Sotschi so aufzuhören."

Morgenstern gab auch schon zu, nach den beiden Stürzen noch demütiger geworden zu sein: "Ich weiß, dass ich am Kulm sterben hätte können. Ich muss mir nach den Olympischen Spielen viele Gedanken machen."

17.02.2014, 21:24
red
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