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Herren- Abfahrt fällt dem Nebel zum Opfer

01.02.2014, 14:11
Zumindest am Samstag sind die Olympia-Generalproben der Skifahrer wetterbedingt ausgefallen. Schon am Vormittag wurde der Damen-Riesentorlauf in Kranjska Gora abgesagt (siehe Infobox), am Nachmittag ereilte die Herren-Abfahrt in St. Moritz nach stundenlanger Verschiebung wegen einer hartnäckigen Nebelbank das gleiche Schicksal. Nun hofft man auf Sonntag.

Da sollen in Slowenien ein Slalom und bei den Herren in der Schweiz ein Riesentorlauf stattfinden. Die Situation ist zumindest nicht aussichtslos. In Kranjska Gora, wo man wie in St. Moritz enorme Neuschneemengen aus der Piste schaffen hatte müssen und wo am Samstag Schneeregen und Wind ein sicheres Rennen unmöglich machten, sollen die Temperaturen sinken.

Stundenlange Verschiebungen in St. Moritz

In ebenfalls mit dem vielen Neuschnee kämpfenden St. Moritz wurde bis zur letztmöglichen Startzeit um 14 Uhr zugewartet. Als sich auch dann die "Maloja- Schlange" noch immer nicht komplett verzogen hatte, wurden der schon im Starthaus stehende Franzose Brice Roger wieder abgezogen und das Rennen abgesagt. Sollte es nicht Anfang März in Kvitfjell - das ist die einzige Möglichkeit - nachgeholt werden, steht der Norweger Aksel Lund Svindal vorzeitig und erneut als Sieger des Abfahrtsweltcups fest.

Für einige der sieben für Sotschi nominierte ÖSV- Abfahrtsherren wäre Moritz eine Möglichkeit gewesen, sich schon vorzeitig einen fixen Startplatz für das am 9. Februar stattfindende Olympiarennen zu sichern. Die Absage, aber auch die lange Warterei war für alle Beteiligten okay. Der Nebel befand sich an einer Stelle, an der die Sprünge hoch und weit gehen. "Ich wäre gerne gefahren, das hier wäre was für mich gewesen", bedauerte Franz die Absage.

Nicht nur ÖSV- Herrenchef Mathias Berthold geht davon aus, dass am Sonntag ein Riesentorlauf möglich ist. "Weil dieser Bewerb auch heute gegangen wäre", begründete der Vorarlberger seinen Optimismus. Allerdings werden über Nacht wieder bis zu 30 Zentimeter Neuschnee erwartet. "Damit werden sie fertig", ist Berthold überzeugt.

Der Riesentorlauf wäre eine gute Chance für die ÖSV- Truppe, die sich mit Ausnahme von Marcel Hirscher bisher deutlich unter Wert geschlagen hat, vor Olympia Selbstvertrauen zu tanken. "Ich hoffe, es ist etwas weitergegangen", sagte Berthold.

Hirscher war in erster Linie froh, dass hinsichtlich der wieder einmal aufgetauchten Einfädel- Verdächtigungen eindeutige Beweisfotos aufgetaucht sind. Wie schon früher mehrmals waren auch kürzlich anonyme Vermutungen aufgetaucht, der Salzburger habe diesmal im Schladming- Slalom ein Tor nicht korrekt passiert. Dass diese Störversuche nicht aufhören, ärgert auch Berthold. "Wenn die Unschuld klar bewiesen wird, lasst sich Marcel aber nicht drausbringen", hoffte er.

01.02.2014, 14:11
AG/red
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