Foto: EPA

Deutschlands Coach kritisiert Skisprung- Materialkrieg

05.01.2013, 10:07
Werner Schuster, österreichischer Cheftrainer der deutschen Skispringer, hat vor dem Finale der 61. Vierschanzentournee heftige Kritik an der momentan tobenden Materialschlacht im Skisprung geübt. "Es ist ein Materialkrieg im Gange, speziell bei den besten Nationen", sagte der ehemalige Aktive und forderte Verbesserungen ein.

"Es geht um Geld und Prestige, da wird enorm viel investiert", erklärte Schuster. "Das Skispringen war ein halbes Jahr fair, das war im Sommer. Im Winter können es sich nur die großen Nationen leisten, mitzurüsten. Die gesamte Skifamilie ist gefordert, da eine bessere Lösung zu finden", sagte der 43- Jährige am Freitagabend nach dem dritten Tourneespringen in Innsbruck.

Nach Ansicht von Schuster müsste die FIS mehr Personal für die sensible Materialkontrolle einsetzen. Derzeit obliegt diese Aufgabe dem Österreicher Sepp Gratzer. "Es ist unmöglich für einen Mann, der das gut macht, die Vielzahl an Vorschriften zu überprüfen. Das ist wie bei einem Lehrer, der eine Klasse mit 70 Schülern hat, und keiner soll schummeln. Wenn das da einer geschickt macht, kann er auch mal schwindeln", meinte Schuster.

Wettrüsten am Materialsektor

Bei der Tournee wurde zuletzt heftig über Tüfteleien der verschiedenen Nationen bei Skiern, Schuhen und Anzügen diskutiert. "Es ist ein Wettrüsten. In allen Bereichen gibt es Möglichkeiten, für sich einen Vorteil herauszuholen", betonte Schuster. Vorwürfe gegen eine Nation erhob er nicht, stellte aber klar: "Wir sind fair."

Konter von der FIS

FIS- Renndirektor Walter Hofer hat die Kritik Schusters und die damit verbundene Forderung nach mehr Kontrollpersonal indes pariert. "Wir haben ein Reglement, das nachvollziehbar und kontrollierbar ist. Wir haben das Gefühl, dass relativ wenig Spielraum vorhanden ist. Es steht jedem frei, bei der FIS zu beantragen, dass wir noch mehr Personal einsetzen. Der Vorschlag muss nur konkretisiert werden", konterte der Renndirektor am Samstag und fügte hinzu: "Wir haben mehr Kontrollsysteme, als den Trainern augenscheinlich zugänglich ist."

05.01.2013, 10:07
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum