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Bernhard Tritscher verpasst Finale hauchdünn

11.02.2014, 16:08
Der Langläufer Bernhard Tritscher hat am Dienstag bei seinem Olympiadebüt mit Platz sieben im Skatingsprint für eine positive Überraschung gesorgt. Der Salzburger spielte auf der schweren Strecke in Krasnaja Poljana mit einem langen Anstieg seine Bergqualitäten optimal aus und schrammte nur hauchdünn am Einzug in den Endlauf vorbei. Die Goldmedaille ging an den Norweger Ola Vigen Hattestad, bei den Damen gewann seine Landsfrau Maiken Caspersen Falla.

Tritscher verpasste den vom Sturz dreier Finalisten geprägten Lauf um die Medaillen nur um 0,21 Sekunden. Als Dritter seines Semifinales fehlten ihm zudem nur 66 Hundertstel auf einen Lucky- Loser- Platz im Finale. "Dass das genau bei Olympia so gut funktioniert, macht mich überglücklich", jubelte der Saalfeldner.

Ein wenig ärgerte er sich aber über den knapp nicht erreichten Finaleinzug. "Das war die große Chance und ich hätte sie nutzen können, das habe ich gespürt. Aber ich darf mich über den siebenten Platz nicht ärgern, das ist viel mehr, als mir vorgestellt habe", meinte Tritscher.

Außerdem habe er es mit keinen "Nasenbohrern" mehr zu tun gehabt, betonte Tritscher. Er ließ nämlich unter anderem den Norweger Petter Northug und den starken Russen Alexej Petjukow hinter sich. Den Finalplatz schnappte ihm Emil Jönsson weg. Der Schwede profitierte im Medaillenlauf dann von einem Sturz dreier vor ihm liegenden Konkurrenten und holte mit großem Rückstand Bronze. Silber hinter Hattestad sicherte sich Jönssons Landsmann Teodor Peterson. Für alle drei war es die erste Olympiamedaille.

Die restlichen Österreicher waren spätestens in der ersten K.- o.- Runde ausgeschieden. Routinier Harald Wurm belegte den 23. Platz. Der Tiroler scheiterte als Fünfter im Viertelfinale und verfehlte damit den angepeilten Top- Zwölf- Platz. Er sei das Rennen ein bisschen zu defensiv angegangen, gestand der 29- Jährige. Auch Max Hauke (46.) blieb bei wenig überraschend schon in der Qualifikation hängen. Dem Steirer ging auf der Zielgeraden die Kraft aus.

Zahlreiche Stürze in der tiefen Loipe

Nicht nur im Finale der Herren, sondern auch zuvor hatte es auf der tiefen Loipe etliche Stürze gegeben. So scheiterten die beiden frisch gebackenen Skiathlon- Olympiasieger Dario Cologna und Marit Björgen deshalb vorzeitig. Cologna fiel im Viertelfinale mit Tritscher, das dieser als Zweiter beendete, zweimal ohne "Feindberührung" auf die Nase. Björgen kam in der Vorschlussrunde zu Fall, mit dem Russen Nikita Krijukow scheiterte auch der Titelverteidiger bei den Herren vorzeitig. Bereits in der Qualifikation hatte es in der Ausgangskurve einer schnellen Abfahrt mehrmals gekracht.

11.02.2014, 16:08
AG/red
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