Foto: Christof Birbaumer, AP, krone.at-Grafik

Anna Fenninger über die Differenzen mit dem ÖSV

06.01.2015, 15:14
Die Differenzen zwischen Anna Fenninger und dem ÖSV gehen in die nächste Runde: Nach der "Krone"-Aufdeckerstory vor Silvester bestätigt nun auch Fenninger selbst, dass es kriselt. Lesen Sie im Interview mit "Krone"-Reporter Georg Fraisl, warum sie dennoch zu ihrem heftig umstrittenen deutschen Manager steht - und warum sie auf einen Anruf vom ÖSV gewartet hat...

"Krone": Die Meldung von deinen Differenzen mit dem ÖSV hat beim Jahreswechsel die Ski- Welt überrascht.
Anna Fenninger: Das kann ich auch sagen. Überrascht war ich sehr.

"Krone": Weil?
Fenninger: Der Zeitpunkt ist für mich nicht gerade ideal. Auf mich warten jetzt anstrengende Wochen, in denen es um sehr viel geht. Da ist so eine Diskussion alles andere als angenehm. Ich würde meine Energie gerne anderweitig einsetzen. Die Meldung stand bei euch in der Zeitung, da werdet ihr vielleicht mehr wissen.

"Krone": Wie ist dein momentanes Verhältnis zum ÖSV?
Fenninger: Ich will nicht noch Öl ins Feuer gießen. Ich habe auf einen Anruf vom Verband gewartet, der ist aber nie gekommen. Mir wäre halt wichtig, dass der Verband zu 100 Prozent hinter mir steht, dass er meine Entscheidungen akzeptiert. Ja, das würde ich mir wirklich sehr wünschen.

"Krone": Das bedeutet, dass es nicht so ist?
Fenninger: Die Diskussionen gibt es ja nicht erst seit dem Artikel der Krone , die dauern schon länger.

"Krone": Warum steht Manager Klaus Kärcher in der Kritik?
Fenninger: Ich glaube nicht, dass Klaus dafür verantwortlich ist. Beim Streiten gehören zwei dazu.

"Krone": Kärcher kommt aus dem Eisschnelllauflager, betreut auch Anni Friesinger. Als Deutscher war er im Skisport neu. Viele haben sich über die Wahl gewundert.
Fenninger: Die Entscheidung für Klaus ist vor zwei Jahren gefallen. Ich wollte damals eine neutrale Person und jemanden, der aus jeder Sportart auch nur einen Sportler betreut, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Und stehe heute noch zu meiner Wahl. Das ist mein Weg. Davon lasse ich mich nicht abbringen. Denn er macht mich auch stolz, dieser Weg. Und er war schließlich bislang auch recht erfolgreich.

"Krone": Wer sucht die Sponsoren?
Fenninger: Ich gehe sicher nicht auf die Straße und frage dort nach einem Kopfsponsor. Dafür gibt es Profis, deswegen habe ich einen Manager. Ich bin Rennläuferin und kümmere mich um meine Arbeit. Die Sponsoren- Verhandlungen macht daher mein Manager. Das ist seine Arbeit. Nur die Letzt- Entscheidung, was dann auf meinem Helm steht, die trage natürlich ich.

"Krone": Und das wird ein Stern?
Fenninger: An Spekulationen beteilige ich mich nicht. Mein Kopfsponsor ist Raiffeisen. Der Vertrag läuft noch diese Saison, und ich stehe auch zu 100 Prozent dazu.

Hier finden Sie  noch einmal die Aufdeckerstory, die den Stein ins Rollen brachte. Und hier können Sie die Kolumne  von "Krone"- Sportchef Robert Sommer dazu lesen.

06.01.2015, 15:14
Interview: Georg Fraisl, Kronen Zeitung
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