Strauß- Noten sind zurück in Wien: Kunstkrimi ungelöst

03.02.2011, 17:00
Foto: APA/Robert Jäger
Die vor Jahren gestohlenen und später in einem Deutschen Auktionshaus aufgetauchten Strauß-Noten sind wieder in Österreich. Experten der Wien-Bibliothek holten die Ballettkomposition in die Bundeshauptstadt zurück. Wer der dreiste Kunstdieb war, dürfte wohl für immer ein Rätsel bleiben…

Stolz präsentiert Thomas Aigner, Leiter der Musiksammlung Wien, jene 33 handgeschriebenen Seiten, die jüngst für so großes Aufsehen sorgten. "Es handelt sich um Skizzen zum unvollendeten Ballett 'Aschenbrödel'. Johann Strauß starb, bevor er das Werk fertigstellen konnte. Nun ist es wieder in unseren Händen." Was ja, wie die "Krone" aufgedeckt hat (Infobox), lange Zeit nicht so war. Denn irgendwann zwischen 1974 und Mitte der 90er wurden die Strauß- Noten aus der Wien- Bibliothek gestohlen. Was erst auffiel, als die Skizzen 2008 in Deutschland zum Kauf angeboten wurden.

Justiz hat Akt bereits geschlossen

Ermittlungen kamen ins Rollen, zwei Verdächtige wurden ausgeforscht. Jedoch ohne Folgen: Die Justiz in Köln hat den Akt geschlossen. Und auch wenn der Kunst- Krimi wohl ungelöst bleibt, zeigt sich Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath- Pokorny erfreut: "Das Wichtigste ist doch, dass wir das Kulturgut wieder nach Österreich holen und für die Öffentlichkeit sichern konnten."

von Klaus Loibnegger und Brigitte Blabsreiter, Kronen Zeitung