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09.12.2016 - 10:28
Eines der beiden vor Mosambik gefundenen Wrackstücke der verschwundenen Boeing 777.
Foto: APA/AFP/Adrien Barbier

Zwei neue Wrackteile von Flug MH370 identifiziert

24.03.2016, 15:16

Zwei Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden der Malaysia- Airlines- Boeing mit der Flugnummer MH370 haben Experten zwei neue Wrackteile identifiziert. "Die Farbe und die Markierungen auf den vor Kurzem in Mosambik in Südostafrika angespülten Teilen entsprechen dem, was Malaysia Airlines verwendet", teilte das malaysische Transportministerium am Donnerstag mit.

"Dimensionen, Material und Bauweise beider Teile stimmen mit den Spezifikationen einer Boeing 777 überein. Damit steht fast mit Sicherheit fest, dass sie von Flug MH370 stammen." Die Maschine war am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden, das Wrack wurde bis heute nicht gefunden.

Außer den beiden in Mosambik angespülten Teilen wurde auch in Südafrika ein Teil gefunden, das laut Experten von einer Triebwerksverkleidung stammen könnte. Das Wrackstück muss aber noch untersucht werden. Im Juli des Vorjahres war eine Flügelklappe von Flug MH370 vor der Insel La Reunion östlich von Madagaskar entdeckt worden.

Verstärkte Suche an Stränden im südlichen Afrika

Malaysia will nun die Suche nach weiteren Teilen an den Stränden des südlichen Afrika verstärken. "An den Küsten gibt es sicher noch mehr Trümmerstücke. Wir denken, wir sollten ein Team hinschicken. Wir verhandeln mit den Behörden Südafrikas und warten auf grünes Licht", sagte Transportminister Liow Tiong Lai am Donnerstag.

Die Suche nach der verschwundenen Boeing 777 der Malaysia Airlines geht weiter.
Foto: APA/AFP/POOL/GREG WOOD

Spezialschiffe suchen seit 17 Monaten westlich von Perth in Australien einen 120.000 Quadratkilometer großen Korridor ab, in dem das Wrack vermutet wird. Drei Viertel haben sie bereits inspiziert - ohne Erfolgsmeldung. Die Suche soll im Juli eingestellt werden, wenn das Wrack nicht gefunden wird.

Angehörige der Opfer vermuten Vertuschungsaktion

Dagegen protestierten Angehörige der Insassen am Donnerstag erneut. "Der nunmehrige Fund unterstreicht unsere Position: Die Suche muss fortgesetzt werden", teilte die Facebook- Gruppe "MH370 Families" mit. "Wenn es kein Ergebnis gibt, muss mit den Experten überlegt werden, wohin das Suchgebiet ausgeweitet oder verlagert wird." Viele Angehörige argwöhnen, dass die malaysischen Behörden etwas vertuschen wollen.

24.03.2016, 15:16
AG/red
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