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29.09.2016 - 07:00
Ein jordanischer Soldat bei der Kontrolle von syrischen Flüchtlingen an der Grenze
Foto: APA/AFP/KHALIL MAZRAAWI

USA wollen 110.000 Flüchtlinge aufnehmen

15.09.2016, 06:14

Die USA wollen im kommenden Jahr deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen als heuer. Das Aufnahmekontingent werde um gut 30 Prozent auf 110.000 Flüchtlinge erhöht, kündigte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, am Mittwoch in Washington an. Rund 40.000 davon sollten aus dem Nahen Osten und aus Südasien kommen.

Die Aufnahme von Flüchtlingen zählt zu den heißen Themen des derzeitigen Präsidentschaftswahlkampfs. Der republikanische Kandidat Donald Trump hat muslimische Zuwanderer wiederholt als Sicherheitsrisiko bezeichnet.

Strenge Überprüfung angekündigt

Das Weiße Haus betonte nun, dass die Flüchtlinge einer "strengeren Überprüfung unterzogen werden als alle anderen Personen, die in die USA einreisen". Die nationale Sicherheit stehe in der Prioritätenliste ganz oben, "und das gilt ganz besonders für die Einreise von Flüchtlingen in die Vereinigten Staaten", so Earnest.

75.000 Flüchtlinge sitzen an syrisch- jordanischer Grenze fest

Unterdessen häufen sich die Berichte, wonach sich die Situation im syrisch- jordanischen Grenzgebiet in den letzten Tagen und Wochen drastisch verschlechtert habe. Rund 75.000 Flüchtlinge sind nach Angaben von Amnesty International unter menschenunwürdigen Bedingungen an der Grenze gestrandet. Im Niemandsland seien sie seit zwei Monaten von humanitärer Hilfe praktisch abgeschnitten. Es mangle an Nahrung, Wasser und Medizin, viele Menschen seien gestorben.

Massengräber in Region entdeckt

Filmaufnahmen zeigten, dass es in der Region um die seit Ende Juni geschlossenen Grenzstationen Rukban und Hadalat Massengräber gebe, berichtete die Amnesty am Donnerstag. Die Situation sei eine tragische Folge des Versagens der internationalen Gemeinschaft in der Flüchtlingskrise.

15.09.2016, 06:14
AG/red
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