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07.12.2016 - 14:42
Foto: APA/EPA/Gyorgy Varga (Symbolbild)

Ungarische Polizei verhindert Marsch nach Budapest

01.06.2016, 19:05

In Ungarn spielen sich offenbar wieder Szenen wie zu Beginn der Flüchtlingskrise im Sommer 2015 ab: Die Polizei hat am Mittwoch ein Flüchtlingslager in Kiskunhalas an der serbischen Grenze "gesichert", um 300 Personen von einem Marsch nach Budapest abzuhalten. Der Protest richtete sich gegen die Internierung und die schleppende Behandlung von Asylanträgen, teilte die Polizei mit.

Als Sprecher der Protestierenden habe ein Syrer Behördenvertretern eine Petition überreicht, ehe er die Insassen des Lagers dazu aufrief, in Richtung der 150 Kilometer nördlich gelegenen Hauptstadt zu marschieren. Mit Hunden um das Gebäude patrouillierende Polizisten hätten das verhindert. Auf einem von der Website Index.hu veröffentlichten Video war zu sehen, wie Dutzende Personen hinter einem hohen Stacheldrahtzaun "Freiheit! Freiheit!" rufen.

Laut der Polizei sind 484 Menschen in dem Lager interniert, etwa 300 hätten sich an dem Protest beteiligt. Das Lager ist geschlossen, weil es vor der Abschiebung aus Ungarn stehende Personen beherbergt. In Ungarn ist es kaum möglich, Asyl zu erhalten. Auf illegalen Grenzübertritt steht eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft.

Deutschland und Österreich hatten im September ihre Grenzen für Flüchtlinge geöffnet, nachdem es Berichte über die menschenunwürdige Behandlung durch die ungarischen Behörden gegeben hatte. Auf dem Budapester Ostbahnhof hatten tagelang Tausende Personen protestiert, um ihre Weiterreise nach Deutschland zu erzwingen. Ungarn hat einen Zaun an der Grenze zu Serbien errichtet, um Flüchtlingen die Einreise zu verwehren.

Der Grenzzaun zwischen Ungarn und Serbien
Foto: APA/AFP/Csaba Segesvari

Diese Maßnahme erwies sich als nicht besonders effektiv. Obwohl mittlerweile auch die Balkanstaaten ihre Grenzen abgeriegelt haben, sind die Aufgriffszahlen in Ungarn wieder ähnlich hoch wie im Vorjahr, sagte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil am Dienstag am Rande eines EU- Ministertreffens in Brüssel.

01.06.2016, 19:05
AG/red
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