Tierschützer- Protest gegen "menschliche Henne"

21.04.2017, 10:51
Der französische Aktionskünstler Abraham Poincheval hat bereits ein Küken erfolgreich ausgebrütet.
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Der französische Künstler Abraham Poincheval hat sich mit seiner jüngsten Aktion den Ärger der Tierschützer zugezogen. Er saß mehr als drei Wochen lang in einer Plexiglaskabine in einem Pariser Museum und brütete insgesamt neun Küken aus. Der 44- Jährige beendete am Donnerstag im Palais de Tokyo seine Kunstaktion. Die Tierschutzorganisation Peta protestierte dagegen: "Tiere haben keinen Platz in der Kunst", erklärte ein Sprecher.

Küken seien sensible Lebewesen, die "genau wie wir Leid und Schmerz empfinden" könnten, so Peta. Die Küken würden niemals ihre Mütter kennenlernen. Die Organisation hat nach eigenen Angaben bereits einen Brief an den Künstler geschrieben.

Museum: "Glückliche Tage" für Küken auf Bauernhof

Das Kunstmuseum betonte dagegen, die neun Küken seien nun "auf dem Weg zu einem Bauernhof in der Normandie, wo sie glückliche Tage verbringen werden". Der Hof gehört Poinchevals Vater.

Gut eingepackt sitzt Poincheval bereits seit mehr als drei Wochen in diesem Plexiglasgehäuse.
Foto: AFP

Während seiner Performance namens "Oeuf" (Ei) als "menschliche Henne" saß der Künstler umhüllt von einer dicken Decke auf einem Sessel mit einer Mulde, in der die Eier lagen. Das Plexiglasgehäuse, in dem Essen und Trinken bereitstanden, verließ er jeden Tag nur für eine halbe Stunde.

Poincheval ist für spektakuläre Kunstaktionen bekannt. Im Februar hatte sich der 44- Jährige eine Woche lang im Palais de Tokyo in einen tonnenschweren Felsblock einsperren lassen.

Poincheval vor dem Felsbrocken, in dem er eine Woche lang lebte
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