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30.09.2016 - 15:30
Jubel bei Keiko Fujimori
Foto: ASSOCIATED PRESS

Peru: Tochter von Ex- Diktator kommt in Stichwahl

11.04.2016, 09:27

In Peru könnte in wenigen Monaten die Tochter des umstrittenen ehemaligen Staatschefs Alberto Fujimori die neue Präsidentin des Landes werden. Bei der Wahl am Sonntag gewann die konservative Politikerin Keiko Fujimori die meisten Stimmen, verfehlte aber die nötigen mindestens 50 Prozent für einen Sieg in der ersten Runde. Die 40- Jährige muss in der Stichwahl am 5. Juni gegen den neoliberalen Finanzexperten Pedro Pablo Kuczynski (77) antreten.

Fujimori erhielt nach Auszählung von 40 Prozent der Wahlkarten 39,2 Prozent der Stimmen. Kuczynski kam auf 24,3 Prozent, wie die Wahlbehörde ONPE am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt gab. An dritter Stelle stand die linke Kandidatin Veronika Mendoza (35) mit 16,6 Prozent.

"Wir vertreten die Stimme der Peruaner, die die Präsenz des Staates fordern", sagte Fujimori nach Veröffentlichung der ersten Ergebnisprognosen. Die Tochter des wegen Menschenrechtsverletzungen inhaftierten Ex- Präsidenten (1990- 2000) könnte mit ihrer Partei "Fuerza Popular" laut Hochrechnungen rund 60 der 130 Abgeordnetensitze gewinnen. Kuczynski kann demnach mit bis zu 27 Parlamentariern rechnen.

Gewalt und Bestechungsvorwürfe

Die Wahl am Sonntag war überschattet von Vorwürfen gegen Fujimori und andere Kandidaten, sie hätten versucht, Wähler mit Geschenken zu beeinflussen. Während die Vorwürfe gegen sie und Kuczynski fallen gelassen wurden, wurden neun andere Kandidaten ausgeschlossen oder zogen ihre Bewerbungen zurück.

Außerdem waren am Samstag bei zwei Angriffen im Dschungel im Landesinneren nach Angaben der Behörden sieben Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Die Armee vermutete die kommunistische Guerilla "Sendero Luminoso" (Leuchtender Pfad), gegen die Fujimoris Vater hart vorgegangen war, hinter den Taten. Bei Terroranschlägen von "Sendero Luminoso" und den Auseinandersetzungen mit staatlichen Sicherheitskräften waren zwischen 1980 und 2000 fast 70.000 Menschen ums Leben gekommen.

11.04.2016, 09:27
krone.at/AG
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