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30.09.2016 - 23:58
Foto: AFP, APA/AFP/Fabrice Coffrini, facebook.com, twitter.com

Per Facebook und Twitter zum Terroristen

15.04.2016, 09:31

UNO- Generalsekretär Ban Ki Moon hat am Donnerstag in New York dazu aufgerufen, die Möglichkeiten von Terrorgruppen, mithilfe des Internets und sozialer Medien junge Menschen zu radikalisieren und zu rekrutieren, einzuschränken. Die UN- Mitgliedsstaaten müssten den Extremismus durch Vorbeugung wirksamer bekämpfen, forderte Ban bei einer Debatte des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.

Immerhin habe die Terrormiliz Islamischer Staat bereits 30.000 Menschen aus aller Welt für ihren Kampf im Irak und in Syrien rekrutieren können. Der IS habe dabei bewiesen, dass er in der Lage sei, irregeleitete junge Menschen, darunter auch Frauen und Mädchen, via Internet und Social Media - wie Facebook und Twitter - zu radikalisieren, warnte Ban.

Ban Ki Moon bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York
Foto: UN/Evan Schneider

"Wir müssen die Möglichkeiten, das Web und die sozialen Medien für Radikalisierung zu missbrauchen, einschränken", sagte der UN- Generalsekretär bei dem Meeting, in dem es um die Bekämpfung des Terrorismus ging. Dazu seien auch gesetzliche Schritte auf nationaler Ebene notwendig. Nur so könne man dem Strom von IS- Kämpfern Einhalt gebieten. Ban forderte die Mitgliedsstaaten zudem dazu auf, die Geldbeschaffung der Dschihadistenmiliz durch Öl- und Gasschmuggel, den Verkauf von Kulturgütern und Spenden aus dem Ausland zu unterbinden.

Staaten sollen nationale Aktionspläne entwickeln

Bereits vor einer Woche hatte Ban bei einer zweitägigen Konferenz zum Thema gewalttätiger Extremismus in Genf gesagt, man müsse diesen durch Vorbeugung wirksamer bekämpfen. Der Direktor der UN- Terrorbekämpfung, Jehangir Khan, erklärte, die einzelnen Staaten sollten nationale Aktionspläne entwickeln, die unter anderem mit Hilfe sozialer Medien gefährdete Jugendliche erreichen könnten.

Experten für Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechte berieten in Genf über die Umsetzung von Vorschlägen Bans, der unter anderem empfohlen hatte, religiöse Führer in das Werben für Toleranz einzubeziehen. Geht es nach dem UN- Generalsekretär, dann sollten zudem die sich oft entrechtet fühlenden Jugendlichen auf lokaler Ebene in politische Prozesse eingebunden werden. Der Plan könne verhindern, dass "Intoleranz, Fanatismus und Brutalität alle Regionen in ein neues dunkles Zeitalter stürzen", so Khan.

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red/krone.at
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