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10.12.2016 - 00:23
Foto: ard

"Niqab- Nora": Justizwarnung und Gewaltpornos

08.11.2016, 10:21

Mit der Einladung der vollverschleierten Frauenbeauftragten des Islamischen Zentralrats der Schweiz (IZRS), Nora Illi, hat sich Talkshow- Gastgeberin Anne Will am Sonntagabend in die medialen Nesseln  gesetzt. Im Netz tobte ein Shitstorm, man warf der ARD- Talkmasterin vor, islamistische Propaganda ins öffentlich- rechtliche Fernsehen zu holen. Nun sind neue verstörende Details aufgetaucht: Die Schweizer Justiz soll Will explizit vor der Einladung Illis gewarnt haben, außerdem wurde gegen den Mann der verhüllten Schweizerin wegen des Besitzes von Gewaltpornos ermittelt.

Nora Illi (32) - in den sozialen Medien hat man ihr schnell den Spitznamen "Niqab- Nora" verliehen - nutzte den Auftritt bei Anne Will aus Sicht vieler Kommentatoren , um islamistische Propaganda zu verbreiten. Jetzt wird klar: Damit hätten die Macher der Sendung rechnen müssen, sie erhielten im Vorfeld nämlich eine entsprechende Warnung der Schweizer Justiz.

Schweizer Justiz hatte Redaktion gewarnt

Wie das Nachrichtenmagazin "Focus"  berichtet, hatte die Schweizer Justiz die Macher der Talkshow vor Illi gewarnt. "Die Bundesanwaltschaft der Schweiz ist irritiert darüber, dass dem IZRS im öffentlich- rechtlichen Fernsehen eine Plattform geboten wird", heißt es von einem Sprecher. Man habe der Redaktion mitgeteilt, dass gegen ein Vorstandsmitglied des IZRS sowie gegen Unbekannt ermittelt werde. Der Verdacht: Der Islamische Zentralrat der Schweiz soll Terrorgruppen wie Al- Kaida und dem IS nahestehen.

Die Macher der Sendung verteidigen die Einladung der vollverschleierten Nora Illi nach ihrem Auftritt. Die Schweizer Justiz habe nicht konkret von einer Einladung Illis abgeraten, also habe man sorgfältig abgewogen und sei zur Erkenntnis gekommen, dass Illis Teilnahme angesichts des Themas der Sendung und der anderen Gästen vertretbar und richtig gewesen sei.

Auch Illi selbst wehrt sich via Facebook gegen den Shitstorm wegen ihrer Vollverschleierung. Sie distanziert sich darin auch von IS- Ideologie, ruft aber zugleich zum "Streit" mit Islamismus- Gegnern auf.

Gewaltpornos bei Nora Illis Ehemann entdeckt

Familie Illi ist der Schweizer Justiz seit Jahren bekannt - und zwar nicht nur wegen einer angeblichen Nähe des rund 3000 Mitglieder starken IZRS zum islamistischen Terror. Nora Illis Mann Qaasim Illi ist laut einem Bericht der Schweizer Zeitung "20 Minuten"  wegen des Besitzes von Gewaltpornos verurteilt worden. Das Blatt titelt "Qaasim Illi stand auf Pornos mit Gewalt und Kot" und gibt an, die Polizei habe rund 1200 einschlägige Bilder bei ihm gefunden. Qaasim Illi wurde deswegen bereits 2005 verurteilt.

Auch Nora Illis Mann ist nachträglich zum Islam konvertiert, soll vorher in der Schweizer Techno- Szene aktiv gewesen sein und Partys organisiert haben. Später wandte er sich jedoch offenbar dem fundamentalistischen Islam zu, betrieb judenfeindliche Websites und verstieß gegen das Schweizer Waffengesetz. Er wurde deswegen rechtskräftig zu einem Monat bedingter Haft und 200 Franken Buße verurteilt. Qaasim Illi soll laut "Tagesanzeiger"  weiters Kontakte zur Hamas pflegen und 2003 ein Sprengstoffattentat vorbereitet haben, die Justiz konnte ihm jedoch nichts nachweisen und musste das Verfahren einstellen.

Freilich: Der IZRS distanziert sich von den Taten seines Mitglieds, will "grundsätzlich keine privaten Angelegenheiten" kommentieren.

Foto: APA/AFP/dpa/KARLHEINZ SCHINDLER

08.11.2016, 10:21
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