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23.07.2017 - 03:27
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Niger: 44 Flüchtlinge in der Sahara verdurstet

01.06.2017, 15:31

Im afrikanischen Staat Niger sind bei der Durchquerung der Sahara in Richtung Mittelmeer nach Angaben des örtlichen Roten Kreuzes 44 Flüchtlinge verdurstet, weil der Lastwagen der Schlepper auf der Route von Agadez nach Dirkou liegengeblieben war. Nur sechs Menschen hätten sich zu Fuß bis zur nächsten Wasserquelle durchschlagen können, hieß es.

Zwei der Überlebenden führten Retter demnach zum Unglücksort, an dem die Leichen gefunden wurden, darunter 17 Frauen und sechs Kinder. Die Opfer sollen vor allem Migranten aus den westafrikanischen Staaten Ghana und Nigeria und auf dem Weg nach Libyen gewesen sein. Das Rote Kreuz entsandte Mitarbeiter in die Region, die am Rande der Sahara liegt. Agadez gilt als Umschlagplatz für Menschenschmuggler, die Flüchtlinge aus Subsahara- Afrika in den Norden nach Libyen und Algerien bringen. Von dort aus versuchen die Menschen, nach Europa überzusetzen.

Lebensbedrohlicher Weg durch die Sahara

Die westafrikanische Republik Niger ist zu weiten Teilen von Wüste bedeckt und gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Das Land leidet immer wieder unter Hungersnöten. Den lebensbedrohlichen Weg durch die Sahara überleben viele der Asylsuchenden nicht, wobei die meisten Todesfälle im weitgehend unbewohnten Sahara- Gebiet jedoch nie bekannt werden. Im vergangenen Jahr machten sich der Internationalen Organisation für Migration zufolge rund 330.000 Migranten vom Niger aus auf den Weg Richtung Mittelmeer.

Eine norwegische Hilfsorganisation warf der internationalen Gemeinschaft unterdessen vor, die Flüchtlingskrise in Afrika zu ignorieren. Der Norwegian Refugee Council veröffentlichte am Donnerstag eine Liste der zehn am meisten vernachlässigten Länder weltweit. Auf den ersten fünf Plätzen stehen die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, der Sudan, der Südsudan und Nigeria. Demnach sind geschätzte zwölf Millionen Bürger dieser Staaten auf der Flucht.

Redaktion
krone.at
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