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23.04.2017 - 17:44
Foto: AFP/VYACHESLAV OSELEDKO, AFP/NICHOLAS KAMM

"Krieg mit USA unter Trump könnte real werden"

29.01.2017, 13:30

Seit gerade einmal zehn Tagen ist US- Präsident Donald Trump im Amt. In der kurzen Zeit schaffte er es, die halbe Welt durchzurütteln - jüngstes Beipiel: der verfügte Einreisestopp für alle Flüchtlinge und für Muslime aus mehreren Ländern, der für viel Kritik und Chaos sorgte. Nun dürfte ihm noch mehr Gegenwind entgegenschlagen - und zwar aus China. Aus dem Militär des bevölkerungsreichsten Staates der Erde heißt es zur Politik des neuen US- Präsidenten: Krieg mit den USA unter Donald Trump sei nicht mehr "nur ein Spruch", sondern könne "eine konkrete Wirklichkeit" werden.

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China haben sich jüngst intensiviert. Nun könnte es sogar auf mehr als nur einen Handelskrieg zwischen den zwei Supermächten hinauslaufen. Die besorgniserregenden Worte stammen von einem ranghohen Funktionär der chinesischen Streitkräfte und wurden auf der Website der People's Liberation Army, der größten Streitmacht der Welt, veröffentlicht, wie die "South China Morning Post" schreibt. Der Beamte ruft in seinem Beitrag nach einem "militärischen Aufmarsch im Südchinesischen Meer" und einem Raketenabwehrsystem, um die "koreanische Halbinsel, einen weiteren Hotspot in der Region, zu beschützen", zitiert die "Post".

Laut dem "Independent" gibt es Hinweise, dass sich China bereits für einen möglichen bewaffneten Konflikt wappnet. Unbestätigten Berichten zufolge verschiebe das Militär Langstreckenraketen an die Nordostgrenze des Landes - in die Reichweite der USA. Auf chinesischen Social- Media- Plattformen seien Fotos aufgetaucht, die diese Waffensysteme, die demnach zehn atomare Sprengköpfe transportieren können, nahe der russischen Grenze zeigen sollen. Da China soziale Netzwerke aber strengstens kontrolliert, wird vermutet, dass die Bilder als Warnung an die USA geleaked worden sein könnten.

Foto: AFP/DON EMMERT, thinkstockphotos.de

Auf China "eingedroschen" wie sonst nur auf Mexiko
Dies alles dürfte eine Reaktion auf die "aggressive Rhetorik der neuen US- Regierung gegen China" sein. China hat Trump nach provokanten Aussagen bzw. Handlungen des neuen US- Präsidenten mehrmals gewarnt. Und tatsächlich hat Trump im Wahlkampf und in den Wochen danach auf China verbal "eingedroschen" wie sonst wohl nur auf sein Nachbarland Mexiko, dem Trump unter anderem mit dem Bau einer Mauer entgegentreten will.

China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, sei ein "Währungsmanipulator", hatte Trump mehrmals betont, und würde US- amerikanische Jobs stehlen. Wie gegen Mexiko soll es Strafzölle von bis zu 45 Prozent auf chinesische Güter geben.

Neue Spannungen im Südchinesischen Meer

Zudem hatte das US- Präsidialamt angekündigt, die neue Regierung unter Trump wolle China daran hindern, sich in internationalen Gewässern des Südchinesischen Meers Gebiete anzueignen. Experten deuten die Äußerungen als Andeutung einer möglichen Militäraktion oder Seeblockade.

Von China aufgeschüttete Inseln im Südchinesischen Meer; chinesische Küstenwache (kl. Bild)
Foto: ASSOCIATED PRESS

Um die Gebiete gibt es seit Jahren Streit. In der Region werden reiche Öl- und Gasvorkommen vermutet. Außerdem ist das Gebiet für die Fischerei wichtig und liegt auf der direkten Schifffahrtsroute zwischen Europa und Ostasien. China untermauert seine Ansprüche unter anderem mit der Aufschüttung künstlicher Inseln und bekräftigte nach der Ankündigung seine Gebietsansprüche. Die USA sollten sich in dieser Sache vorsichtig äußern und mit Bedacht handeln.

Trump hält nichts von gängiger "Ein- China- Politik"

Auch forderte die chinesische Regierung Trump bereits mehrmals eindringlich auf, am bisherigen US- Kurs der "Ein- China- Politik" festzuhalten. Dieser Kurs sei das "politische Fundament" für die zukünftigen Beziehungen zwischen beiden Staaten, hieß es vom chinesischen Außenministerium. Kurz nach seiner Wahl hatte Trump einen Gratulationsanruf der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing Wen angenommen und damit für Irritationen bei der Führung Chinas gesorgt. Schließlich betrachtet das Land Taiwan als abtrünnige Provinz und sieht die Führung in Peking als einzig legitime Interessenvertreter an. Trump waren diese Feinheiten allerdings egal. Er müsse nicht wie sein Vorgänger an der "Ein- China- Politik" festhalten, sagte er.

Foto: APA/AFP/GREG BAKER

"Trump wird überall Brände legen"

Damals hatte es aus China dazu geheißen, sollte Trump diese Politik infrage stellen und versuchen, in Verhandlungen mit Peking die "Taiwan- Karte" zu spielen, könnten die Dinge schnell "schmutzig" werden. Die parteinahe "Global Times" sah mit dem Beginn der Ära Trump "dramatische Veränderungen" auf die Welt zukommen: Trump werde überall und auch vor der eigenen Haustür "Brände" legen. "Warten wir ab, wann China an der Reihe ist."

Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
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