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05.12.2016 - 15:35
Foto: AP / Video: kameraone

Japan: Riesen- Krater in Rekordzeit geschlossen

15.11.2016, 19:19

Solch hemdsärmeligen Einsatz würde man sich hierzulande bei so mancher Straßenbaustelle auch wünschen. Nur eine Woche dauerte es in der japanischen Stadt Fukuoka, um einen gewaltigen Krater, der sich in einer fünfspurigen Straße im Zentrum aufgetan hatte, vollständig zu schließen. Wie aktuelle Aufnahmen zeigen, ist die Straße bereits wieder für den Verkehr geöffnet. Viele Japaner zeigten sich angesichts solcher Effizienz "beeindruckt".

Dramatische Szenen hatten sich am 8. November in einem belebten Geschäftsviertel Fukuokas im Süden Japans abgespielt. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie in den Morgenstunden in der Nähe eines Bahnhofs zunächst zwei einzelne Löcher im Asphalt immer größer wurden. Der daraus entstandene etwa 30 Meter breite Krater gab den Blick auf Stützpfeiler angrenzender Gebäude frei.

Video: Straße eingestürzt - gigantischer Krater in japanischer Stadt

Video: kameraone

Der Krater, der schließlich so breit wie die fünfspurige Straße - inklusive Gehsteigen auf beiden Seiten - und rund zwei Stockwerke tief war, füllte sich zudem mit Wasser aus geborstenen Rohren. Die Umgebung musste großräumig abgesperrt werden, benachbarte Gebäude wurden von der Polizei geräumt. Zu Schaden kam zum Glück niemand. Verursacht haben dürften den Krater Bauarbeiten für die Erweiterung einer U- Bahn- Linie.

Foto: AP
Foto: AP

6200 Kubikmeter Sand- Zement- Mischung

Eine Woche später lässt sich das riesige Loch auf Aufnahmen von dem betroffenen Straßenabschnitt nicht einmal mehr erahnen. Arbeiter waren laut lokalen Medien praktisch rund um die Uhr im Einsatz, um die Straße wiederherzurichten. Keine leichte Aufgabe, galt es den Berichten zufolge doch 6200 Kubikmeter einer Sand- Zement- Mischung in das Loch zu pumpen, beschädigte Wasser- , Abwasser- , Telefon- und Stromleitungen wiederherzustellen und schließlich noch Ampeln und Strommasten zu ersetzen. Zuletzt musste die Straße noch von den zuständigen Behörden wieder für sicher erklärt werden.

Foto: APA/AFP/JIJI PRESS

Wie in Japan üblich, entschuldigte sich der Bürgermeister der Stadt für die Probleme, die das Loch und seine Beseitigung verursacht hätten. In sozialen Netzwerken zeigten sich viele Japaner beeindruckt, wie schnell die Stadt es schaffte, den Krater zu schließen. Ein Twitter- Nutzer schrieb: "Ich bin überrascht, dass die Straße nach einer Woche schon wieder befahrbar ist." "Beeindruckend, das war schnell", schrieb ein anderer.

15.11.2016, 19:19
krone.at/AG
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