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26.09.2016 - 02:21
Wilde Proteste gegen das Einschreiten der Polizei
Foto: APA/AFP/DANIEL MIHAILESCU / Video: Ruptly.TV, krone.tv

Idomeni soll bis Ende der Woche geräumt werden

18.04.2016, 13:28

Die griechische Regierung hat den Flüchtlingen eine nächste Frist gesetzt: Bis Ende der Woche sollen sich die wilden Camps am Hafen von Piräus und im nordgriechischen Grenzort Idomeni leeren. Das berichteten griechische Medien unter Berufung auf den stellvertretenden Verteidigungsminister Dimitris Vitsas. Zudem werden erneut Flüchtlinge in die Türkei abgeschoben: Wie der Radiosender Athina 984 berichtete, wurden Montagfrüh in Lesbos 45 Pakistaner an Bord eines türkischen Bootes gebracht, das zur westtürkischen Stadt Dikili aufbrach.

In Idomeni wurden Montagfrüh mehrere Demonstrationen auf den Bahngleisen aufgelöst. Allerdings halten sich immer noch viele Menschen direkt an der Strecke auf. Fernsehbilder zeigten, dass die griechische Polizei - wie bisher immer - ohne Gewalt vorging. Erstmals seit einem Monat könnten am Montag auf der für die griechische Wirtschaft wichtigen Bahnstrecke nach Norden wieder Güterzüge verkehren. So lange blockieren die Menschen den Bahn- Grenzübergang bereits, um die Öffnung der Grenze nach Mazedonien und ihre Weiterreise nach Mitteleuropa zu erzwingen.

Ein Frontex-Beamter begleitet einen Flüchtling an Bord einer Fähre.
Foto: ASSOCIATED PRESS
Zelte auf den Bahngleisen in Idomeni
Foto: APA/AFP/DANIEL MIHAILESCU

Hafen von Piräus soll vor Urlaubssaison geräumt sein

Mit der angekündigten Räumung der von Migranten besetzten Hafenanlagen von Piräus wurde bereits begonnen. Wie der griechische Fernsehsender Skai berichtete, fuhren in Piräus Busse vor, um 500 der rund 3700 Flüchtlinge und Migranten in ein nahe gelegenes staatliches Auffanglager zu bringen. Bis Ende der Woche soll das wilde Camp aufgelöst sein. In Griechenland beginnt die Touristensaison und der Hafen ist eine der wichtigsten Drehscheiben für die ausländischen Besucher des Landes.

Papst besuchte Lesbos und nahm zwölf Flüchtlinge mit

Am Samstag hatte Papst Franziskus Lesbos besucht  und zu mehr Menschlichkeit in der Flüchtlingskrise aufgerufen. "Wir hoffen, dass die Welt die Bilder dieser tragischen und verzweifelten Not sieht und auf eine Weise reagiert, die unserer gemeinsamen Menschlichkeit angemessen ist", sagte Franziskus während seines Besuchs im Flüchtlingslager Moria.

Der Papst begrüßt Flüchtlinge auf Lesbos.
Foto: APA/AFP/POOL/FILIPPO MONTEFORTE

Ein Zeichen setzte das Kirchenoberhaupt mit seiner Entscheidung, zwölf syrische Flüchtlinge auf dem Rückflug mit nach Rom zu nehmen. Der Entschluss sei eine "rein humanitäre Entscheidung" gewesen, sagte der Papst. "Aufgenommen zu werden ist kein Privileg, sie sind alle Kinder Gottes", sagte er auf dem Rückflug. Die drei muslimischen Familien mit Kindern und Jugendlichen im Alter von zwei bis 17 Jahren sollen in Rom von der Hilfsorganisation Sant'Egidio betreut werden, der Vatikan kommt dafür auf.

Einige der Syrer, die mit dem Papst mitgeflogen sind
Foto: ASSOCIATED PRESS

Seit Inkrafttreten des Flüchtlingspakts der EU mit der Türkei am 20. März können neu ankommende Flüchtlinge von Griechenland zurück in die Türkei geschickt werden. Zuvor steht es ihnen frei, einen Asylantrag zu stellen.

EU- Türkei- Deal: Langes Prozedere, rund 300 Abschiebungen

Das haben nach Angaben des UN- Flüchtlingshilfswerks im Registrierzentrum von Lesbos mittlerweile fast alle Menschen getan. Erst wenn die Anträge bearbeitet wurden, können abgelehnte Migranten zurückgeschickt werden. Mangels Personal dauert dieser Prozess länger. So wurden seit Beginn der Rückführungen am 4. April bisher rund 300 Menschen zurückgebracht.

Mit diesem Deal sollen die gefährlichen Überfahrten in Booten eingedämmt werden. Tatsächlich sind in den vergangenen Wochen die Ankünfte auf den griechischen Inseln weniger geworden. Allerdings dürfte die gefährlichere Überfahrt nach Italien nun wieder eine "interessantere" Alternative werden.

Bootsunglück mit Hunderten Toten im Mittelmeer

Mit bereits tragischen Auswirkungen: Im Mittelmeer ereignete sich am Montag laut Italiens Präsident Sergio Mattarella eine "Tragödie". Demnach kamen bei einem Bootsunglück "mehrere Hundert Menschen" ums Leben . Die italienische Küstenwache hatte zunächst erklärt, sie wisse nichts von einem solchen Unglück. Italienische Medien hingegen berichteten unter Berufung auf arabischsprachige Quellen von der Havarie mehrerer Boote, die von Ägypten aus Italien erreichen wollten.

18.04.2016, 13:28
krone.at/AG
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