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10.12.2016 - 14:09
Foto: APA/dpa (Symbolbild)

Hessen: Hatte der Serienmörder einen Mittäter?

19.05.2016, 16:47

Im Fall des mittlerweile verstorbenen mutmaßlichen Serientäters im deutschen Bundesland Hessen  steigt die Zahl der Verdachtsfälle. Die Polizei bringt ihn mit mindestens sechs Morden in Verbindung, wie sie am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Hinzu kämen mindestens vier weitere Fälle, die zumindest einzelne Ähnlichkeiten aufwiesen. Der mutmaßliche Serienmörder hatte vielleicht auch einen Mittäter. Speziell eine Leiche lasse "daran denken, dass hier möglicherweise zwei Täter ihre Fantasien ausgelebt haben", sagte einer der Ermittler.

Als ziemlich sicher gilt, dass der 2014 gestorbene Verdächtige eine Prostituierte tötete, deren zerstückelte Leiche in seiner Garage in Schwalbach gefunden wurde. Hinzu kommen zwei Morde an Prostituierten in den 90er- Jahren in Frankfurt am Main sowie zwei Morde an Frauen ebenfalls in Frankfurt in den 70er- Jahren, wie die Polizei am Donnerstag erklärte. Außerdem passe der Fall des 1998 in Frankfurt- Höchst getöteten 13- jährigen Tristan ins Bild, obwohl es sich beim Opfer um einen Buben handelte. Auch bei Tristan habe der Täter sadistische sexuelle Fantasien ausgelebt.

Die Ermittler brachten außerdem zwei Vermisstenfälle in eine mögliche Verbindung mit dem Täter - die Frauen waren 1998 und 1999 verschwunden. Außerdem seien im Stadtgebiet Frankfurt am Main Köpfe zweier Frauen gefunden worden - inwieweit der Verdächtige für deren Tod verantwortlich gewesen sein könnte, sei aber nicht klar.

Bei jeder Leiche fehlt anderer Körperteil

Und noch weitere Details enthüllte Ermittler Frank Hermann: Den Opfern wurden immer unterschiedliche Körperteile entfernt. Der Polizist sagte am Donnerstag in Wiesbaden: Mal sei es ein rechtes Bein, mal ein linker Arm - "wenn Sie das zusammenrechnen, könnten Sie sich tatsächlich dadurch einen neuen Körper herstellen".

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Kontakt zu Manfred S. hatten und beispielsweise Angaben zu "sexuellen Präferenzen" machen können. Sie hofft zudem auf Zeugen, die Angaben zu den mutmaßlichen Opfern machen können.

19.05.2016, 16:47
AG/red
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