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25.09.2016 - 20:13
Foto: AFP/LOUISA GOULIAMAKI

"Frauenbild der Migranten verhindert Integration"

09.05.2016, 09:56

In der aktuellen Flüchtlingskrise warnt der in Deutschland lebende syrische Politikwissenschaftler Bassam Tibi vor einer Zunahme gewaltbereiter junger Migranten. "Das Hauptproblem besteht darin, dass viele arabische Migranten ein frauenfeindliches Gesellschaftsbild mitbringen. Das macht sie kaum integrierbar." Zugleich übt er Kritik an der "Willkommenskultur" von Kanzlerin Angela Merkel: "Die Politik vergisst, dass sich unter den Kriegsflüchtlingen nicht nur Opfer der Gewalt, sondern auch viele Täter, ja sogar zahlreiche Islamisten befinden."

Sexuelle Übergriffe wie jene in der Kölner Silvesternacht würden sich laut dem emeritierten Professor der Universität Göttingen in Zukunft vermehrt wiederholen, wenn man die Flüchtlingsströme nicht konsequenter eindämme. "Die deutsche Politik versteht die Gewalt, die in der Tradition einer orientalisch- patriarchalischen Kultur wie in Syrien gegen Frauen herrscht, nicht", erklärte der 72- Jährige am Sonntag gegenüber der "Welt".

Tibi zufolge spiele der Umgang mit Frauen im aktuellen Bürgerkrieg in Syrien eine zentrale Rolle bei der Flüchtlingsproblematik: "Schiitisch- alawitische Soldaten der syrischen Armee vergewaltigen als Mittel der Kriegsführung Frauen der sunnitischen Opposition. Die sunnitischen Rebellen tun ihrerseits dasselbe mit alawitischen Frauen. Es ist ein Krieg aller gegen alle - mit den Frauen als Faustpfand."

Foto: APA/AFP/DANIEL MIHAILESCU

"Dieses Frauenbild darf in Europa nicht geduldet werden"

Mit diesem Verständnis würden die Syrer dann in Europa weiterleben wollen. "Dieses menschenverachtende Frauenbild darf in Europa nicht unter dem Mantel des Respekts für andere Kulturen geduldet werden", so Tibi. Denn es gehe dem arabischen Mann bei der ausgeübten sexuellen Gewalt nicht nur um die "sexuelle Attraktion" der europäischen Frau, sondern auch um den europäischen Mann, dessen Ehre der Orientale beschmutzen will.

Wegen Merkels Einladungspolitik würden viele jungen Migranten glauben, "dass jeder Europäer eine Luxuswohnung, ein Auto und eine hübsche Blondine hätte - und sie dies auch bekommen würden und am Wohlstand beteiligt werden."

Schauplatz Idomeni: Wütende syrische Flüchtlinge wollen von Griechenland weiter nach Mazedonien.
Foto: APA/AFP/BULENT KILIC

Die Silvesternacht in Köln ist für Tibi nur ein Beweis dafür, wie die deutsche Politik die Bedeutung dieses Themas herunterzuspielen versucht: "Köln war nur der Anfang. Wenn Deutschland über eine Million Menschen aus der Welt des Islams holt und ihre Erwartungen nicht erfüllt, muss man sich noch auf einiges gefasst machen."

09.05.2016, 09:56
fho, krone.at
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