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25.09.2016 - 02:26
Foto: Associated Press

Erdogan: Türkei warnte Belgien 2015 vor Attentäter

23.03.2016, 20:53

Einer der Attentäter von Brüssel ist nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im vergangenen Jahr aus der Türkei ausgewiesen worden. Die belgischen Behörden hätten den Mann nach der Ausweisung im Juli aber trotz Warnungen der Türkei, dass es sich bei ihm um einen Extremisten handle, freigelassen, sagte Erdogan in Ankara. Der belgische Justizminister wies die Vorwürfe zurück.

Man habe die belgischen Behörden gewarnt, dass es sich um einen "ausländischen Kämpfer" handle, trotzdem sei der Mann freigelassen worden, so Erdogan bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Belgien habe laut eigenen Angaben bei dem Verdächtigen "keine Verbindungen zum Terrorismus nachweisen können", hieß es weiter.

Keine Angaben zur Identität des Mannes

Der türkische Präsident machte keine Angaben zur Identität des Mannes. Er erklärte nur, dieser sei in Gaziantep an der türkischen Grenze zu Syrien festgenommen worden. Die Türkei habe die belgischen Behörden am 14. Juli formal über seine Abschiebung in Kenntnis gesetzt.

Bereits nach der Terrorserie von Paris im November des Vorjahres, die 130 Todesopfer gefordert hatte, hieß es seitens der Regierung in Ankara, die Türkei habe die französischen Behörden zweimal vor einem der Terroristen gewarnt, in Frankreich habe man darauf aber nicht reagiert.

Belgien weist Vorwürfe von Erdogan zurück

Der belgische Justizminister Koen Geens wies den Vorwurf der Türkei zurück, den Brüsseler Selbstmordattentäter Ibrahim El Bakraoui fahrlässig auf freiem Fuß gelassen zu haben. Der Mann habe in Belgien keine terroristischen Straftaten begangen, sagte Geens am Mittwochabend dem Sender VRT.

Als El Bakraoui von der Türkei ausgewiesen wurde, sei er lediglich als normaler Straftäter auf Bewährung bekannt gewesen. Seinem Wissen nach sei er auch nicht nach Belgien, sondern in die Niederlande abgeschoben worden, so Geens. Das niederländische Justizministerium teilte am Abend mit, der Vorgang werde geprüft.

Foto: APA/AFP/Belgian Federal Police

Belgischer Geheimdienst hatte Warnungen

Die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete am Mittwoch, dass der belgische Geheimdienst konkrete Warnungen vor den Terroranschlägen in Brüssel erhalten habe. Auch andere westliche Geheimdienste seien im Bilde gewesen, schrieb das Blatt, das allerdings keine genauen Quellen für seine Informationen nannte.

Die belgischen Sicherheitsbehörden hätten "mit großer Sicherheit" gewusst, dass in naher Zukunft Anschläge am Flughafen und offenbar auch in der Metro geplant seien, hieß es in der Online- Ausgabe der links- liberalen Zeitung. Trotz der konkreten Geheimdienstwarnungen seien die Sicherheitsvorkehrungen in der EU- Hauptstadt nur unzulänglich gewesen.

Abdeslam- Verhaftung offenbar Auslöser

Nach bisherigen Erkenntnissen seien die Anschläge in der syrischen IS- Hochburg Rakka geplant worden, schrieb "Haaretz". Auslöser sei offenbar die Verhaftung des mutmaßlichen Paris- Attentäters Salah Abdeslam gewesen. Die anderen Angehörigen des Netzwerks hätten befürchtet, dass dieser in Haft die Pläne verraten würde.

Die Polizei fahndet derzeit nach weiteren Verdächtigen und Hintermännern der blutigen Anschläge. Als Selbstmordattentäter identifizierte die belgische Justiz ein Brüderpaar, das auch Verbindungen zu den Drahtziehern der Anschläge von Paris gehabt haben soll.

23.03.2016, 20:53
AG/red
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