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28.09.2016 - 05:08
Foto: "Baby und Familie", thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Eltern von blonden Kindern unter Neonazi- Verdacht

23.09.2016, 18:50

Eigentlich ist die Aufklärung vor Neonazis, die sich als vermeintlich unauffällige Eltern immer öfter in die Mitte der Gesellschaft wagen, eine gute Sache. Das deutsche Apothekenblatt "Baby und Familie" aber hat es übertrieben und sorgt mit pauschalen Verdächtigungen gegen besonders brave Mädchen mit blonden Zöpfen für Verwunderung ...

Ob in sozialen Netzwerken, beim Stammtisch oder in der Politik - fremdenfeindliche Aussagen haben nicht erst seit der Flüchtlingskrise Hochkonjunktur. In Ostdeutschland sind inzwischen ganze Landstriche politisch in der Hand von Neonazis, die weder vor Drohungen noch Gewalt und Anschlägen zurückschrecken, um sich durchzusetzen.

Doch die Rechtsextremen können auch anders - nämlich vermeintlich harmlos: Sie missbrauchen ihre Kinder, um in Kindergärten und Schulen als Elternvertreter tätig zu werden, ganz ohne Bomberjacken und Glatze. Und sorgen dann dafür, dass Propagandamaterial wie Flyer und Musik- CDs aufliegt und den Kindern immer wieder rechtes Gedankengut eingeflößt wird, etwa durch Einladungen zu gemeinsamen Feiern und Nachmittagsbetreuung.

"Akkurat geflochtene Zöpfe" als Alarmsignal gegen Rechts

Vor dieser Gefahr wollte "Baby und Familie" warnen, doch stellten sich die Redakteure des Apothekenblatts dabei nicht eben geschickt an. Die Geschichte ist bereits sieben Monate alt, geistert nun aber wieder durchs Internet und sorgt für Kritik, etwa vom "Stern" . Denn als Hinweis, wie man denn die rechtsextremen Familien erkennen könne, wird da vor den Attributen "unauffällig, blond, nett, engagiert" gewarnt. Auch "akkurat geflochtene Zöpfe und lange Röcke" seien Alarmsignale, ist da zu lesen.

Erkennungsmerkmal könnten auch "bestimmte Kleidermarken" sein, aber nur vielleicht - zu sehen etwa am Fehlen amerikanischer Schriftzüge. Wem das nicht hilft, der kann sich außerdem an den Rat halten, dass Kinder rechtsextremer Eltern oft erst spät auffallen würden - "weil sie sehr still oder sehr gehorsam sind". Ob diese Ratschläge unsicheren Eltern wirklich nützen, sei dahingestellt.

23.09.2016, 18:50
krone.at
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