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29.09.2016 - 17:20
Zerstörte und beschädigte Häuser in der Stadt Mashiki
Foto: Associated Press

Dutzende Tote nach neuerlichem Erdbeben in Japan

16.04.2016, 15:25

Die Zahl der Todesopfer in Japan ist nach einem erneut schweren Erdbeben im Südwesten des Landes weiter angestiegen. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, kamen in der Nacht auf Samstag auf der Insel Kyushu mindestens 38 Menschen ums Leben, rund 2000 weitere Personen wurden verletzt. Die Behörden warnten für die kommenden Tage vor weiteren starken Nachbeben.

Das Erdbeben der Stärke 7,3, das die Region Samstagfrüh um 1.25 Uhr Ortszeit erschütterte, war erheblich stärker als ein erstes Beben vom Donnerstag, bei dem neun Menschen getötet worden waren . Dieses hatte eine Stärke von 6,5 und war lediglich ein Vorausschock gewesen, gefolgt von zahlreichen weiteren Erschütterungen, wie die Meteorologische Behörde des Landes mitteilte. Die Erdstöße in der Nacht auf Samstag seien demnach das eigentliche Hauptbeben gewesen.

Helfer suchen unter einem eingestürzten Haus nach Verschütteten.
Foto: Associated Press

Hundertausende Haushalte ohne Strom und Wasser

Helfer suchten am Samstag weiter nach Verschütteten. Etwa 80 Menschen würden noch unter den Trümmern vermutet, gab die Regierung bekannt. Die Anzahl der Schwerverletzten wurde mit 190 beziffert. Verängstigte Menschen saßen in Decken gehüllt vor ihren Häusern, während andere in den Reisfeldern an den Stadträndern kampierten. Rund 100.000 Haushalte in der Unglücksregion waren vorerst ohne Strom und 422.000 ohne Wasser.

Mehr als 1700 Häuser in der am schwersten betroffenen Provinz Kumamoto wurden beschädigt oder komplett zerstört, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Rund 90.000 Menschen wurden in Notunterkünften in Sicherheit gebracht.

Experten erwarten weitere schwere Nachbeben

Experten erwarten schwere Nachbeben in den nächsten Tagen und Wochen. Behörden warnten zudem vor Erdrutschen durch starke Regenfälle. Die Atomreaktoren in der Unglücksregion sind nach Betreiberangaben bei den beiden bisherigen Beben unversehrt geblieben.

16.04.2016, 15:25
AG/red
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