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28.09.2016 - 08:57
Ein Bewohner des Dorfes Fuencaliente beobachtet die Löscharbeiten.
Foto: APA/AFP/DESIREE MARTIN

Deutscher wegen Waldbrand auf La Palma in U- Haft

07.08.2016, 09:48

Ein von einem deutschen Aussteiger auf der Kanaren- Insel La Palma fahrlässig verursachtes Feuer hat seit Mittwoch rund 4000 Hektar Wald zerstört. In den Gemeinden El Paso und Fuencaliente wurden 2500 Anrainer in Sicherheit gebracht. Ein Forstmitarbeiter kam bei der Bekämpfung der Flammen ums Leben. Der 27- jährige Deutsche sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Der zuständige Ermittlungsrichter in Los Llanos de Aridane im Westen der spanischen Insel habe nach Anhörung des laut Polizei geständigen Mannes U- Haft ohne Anrecht auf Kaution angeordnet, teilte das Landgericht der Kanaren am Samstag mit. Dem Mann werde aufgrund seiner eigenen Aussage "grobe Fahrlässigkeit" zur Last gelegt, berichtete die Nachrichtenagentur efe unter Berufung auf Justizkreise. Nach Angaben der paramilitärischen Polizeieinheit "Guardia Civil" (Zivilgarde) hatte der Aussteiger zugegeben, am Mittwoch nahe der Gemeinde El Paso unweit des Naturparks Cumbre Vieja im Freien seine Notdurft verrichtet und das benutzte Klopapier angezündet zu haben.

Foto: APA/AFP/DESIREE MARTIN

Der Deutsche wurde am Mittwochnachmittag kurz nach Ausbruch des Feuers an einer Landstraße festgenommen und verhört. Er lebte laut Medien in einer Höhle. Nach Medienschätzungen droht ihm eine Haftstrafe von mindestens sechs bis zwölf Monaten.

Nach Angaben des Notdienstes bekämpften am Samstag 350 Feuerwehrmänner, Forstmitarbeiter und Soldaten unter Einsatz von neun Hubschraubern und drei Löschflugzeugen in einer hügeligen und schwer zugänglichen Region die Flammen. Die hohen Temperaturen, die niedrige Luftfeuchtigkeit und starke Winde erschwerten ihre Arbeit.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind im Dauereinsatz. Mittlerweile hat sich das Wetter gebessert.
Foto: APA/AFP/DESIREE MARTIN

Am Freitagabend waren die Flammen der 5000- Einwohner- Gemeinde Villa de Mazo im Südosten der Insel bedrohlich nahegekommen. Häuser seien nun aber nicht mehr in Gefahr, eine Evakuierung sei nicht nötig, sagte Bürgermeister Jose Pestana am Wochenende.

07.08.2016, 09:48
AG/red
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