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24.09.2016 - 23:06
Sie werden wohl keine dicken Freunde mehr: Donald Trump und Ted Cruz
Foto: AP, APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY / Video: Ruptly.TV,krone.tv

Cruz verweigert Trump unter Buhrufen Unterstützung

21.07.2016, 07:03

Der Parteitag der US- Republikaner in Cleveland ist erneut aus dem Ruder gelaufen. Ted Cruz, Senator von Texas und erbitterter Konkurrent bei den Vorwahlen, verweigerte dem nominierten Präsidentschaftskandidaten Donald Trump demonstrativ die Unterstützung. Cruz hielt ein Loblied auf die Freiheit und konservative Prinzipien, ging aber nicht über einen Glückwunsch an Trump zu dessen Nominierung hinaus. Cruz erntete überwiegend lautstarke Buhrufe und wütenden Protest.

"Wir haben Führer verdient, die für Prinzipien stehen, die uns alle hinter gemeinsam geteilten Werten vereinen. Das ist der Standard, den wir von jedem erwarten können", sagte Cruz. Das kann kaum anders denn als Ohrfeige für Trump gewertet werden, dessen oft wechselnde Positionen und mangelnde Prinzipeintreue der erzkonservative Cruz oft kritisiert hat. "Steht für Euer Gewissen ein und wählt Kandidaten, die die Verfassung verteidigen", sagte Cruz.

Donald Trump mit Mike Pence, dem Kandidaten für den Vizepräsidentenposten
Foto: AP

Parteitag zeigt Zerrissenheit der Republikaner

Cruz' Auftritt unterstreicht das tiefe Zerwürfnis der Republikaner. Auch am vorletzten Tag des viertägigen Konvents wurde deutlich, wie uneins und zerrissen die Partei nach einem beispiellosen Vorwahlkampf und dem Sieg des politischen Quereinsteigers Trump ist.

Die Spannungen im Saal wurden noch dadurch verschärft, dass Trump ausgerechnet am Ende der Cruz- Rede den Saal betrat und seine Anhänger begrüßte. Auf Twitter schrieb der Geschäftsmann wenig später, dass er Cruz' Redetext zwei Stunden vorab gesehen habe, und "ich habe ihn trotzdem reden lassen". Das Ganze sei "keine große Sache".

Die Rede von Cruz wurde von Buhrufen und eindeutigen Gesten begleitet.
Foto: AP

Cruz schielt auf Kandidatur im Jahr 2020

Cruz und Trump hatten sich einen erbitterten und mit persönlichen Beleidigungen gespickten Vorwahlkampf geliefert, in dessen Verlauf sich Trump auch über die Frau des Senators lustig gemacht hatte. Cruz wird als möglicher Präsidentschaftskandidat für 2020 gehandelt, sollte Trump gegen die Demokratin Hillary Clinton unterliegen. Mit seiner Rede hat Cruz aber seiner Reputation bei vielen Republikanern geschadet.

"Wir hatten wirklich erwartet, dass er Geschlossenheit zeigt und sich hinter den Kandidaten stellt", sagte etwa Mary Balkema, eine 49- jährige Delegierte aus dem Bundesstaat Michigan. Nach diesem Auftritt werde sie "niemals diesen Mann wählen". Der Senator habe sich "völlig blamiert", sagte auch Byron Swartz, ein 18- jähriges Parteimitglied aus Ohio.

Pannen und Proteste in Cleveland

Der Parteitag war schon zuvor durch Pannen und Proteste geprägt gewesen. So stellte sich heraus, dass Teile der Rede von Trumps Ehefrau Melania von der Präsidentengattin Michelle Obama stammten . Trumps Wahlkampfteam hatte das Plagiat zunächst geleugnet, es wurde dann aber von Melania Trumps Redenschreiberin eingeräumt.

Zudem war die Versammlung gleich zu Beginn am Montag durch lautstarke Proteste von innerparteilichen Trump- Gegnern gestört worden, die vergeblich auf eine Änderung der Regeln für die Nominierung gedrängt hatten. Nach den Regeln waren die meisten Delegierten an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden. Trump wurde denn auch mit breiter Mehrheit am Dienstag vom Parteitag offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert.  Die Nominierung will er in der Nacht auf Freitag zum Parteitagsabschluss in einer Rede förmlich akzeptieren.

Die USA sollen wieder groß werden! Das ist die zentrale Botschaft von Trump und Pence (im Bild).
Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/JEFF SWENSEN

Demonstrant wollte US- Fahne anzünden

Am Rande des Parteitags kam es am Mittwoch zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Trump- Gegnern und der Polizei. Zwei Beamte wurden nach Polizeiangaben verletzt, 18 Menschen festgenommen. Die Konfrontation war ausgebrochen, nachdem ein Demonstrant versucht hatte, eine US- Fahne anzuzünden.

21.07.2016, 07:03
red/AG
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