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25.09.2016 - 07:06
Premier Cameron musste seine Beteiligung an einer Offshore-Firma zugeben.
Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/ALEX WONG

Cameron veröffentlichte seine Steuererklärung

10.04.2016, 13:03

Der im Zuge der Enthüllungen rund um die "Panama Papers" unter Druck geratene britische Premierminister David Cameron hat am Sonntag seine Steuererklärung veröffentlicht. Mit diesem ungewöhnlichen Schritt versucht Cameron, einen Schlussstrich unter Berichte über die Offshore- Geschäfte seines verstorbenen Vaters zu ziehen und Rücktrittsforderungen abzuwehren. Am Samstag hatte Cameron Fehler im Umgang mit den Enthüllungen eingeräumt, gleichzeitig forderten in London Hunderte Demonstranten seinen Rücktritt. 

Die veröffentlichten Dokumente umfassen die Steuererklärungen des Regierungschefs der vergangenen sechs Jahre. Demnach zahlte Cameron im Fiskaljahr 2014- 2015 Steuern in der Höhe von 75.898 Pfund (etwa 94.000 Euro) auf ein Einkommen von rund 200.000 Pfund (knapp 250.000 Euro).

Sechsstellige Summe von Mutter geschenkt bekommen

Den Steuerunterlagen zufolge erhielt Cameron 200.000 Pfund von seiner Mutter geschenkt - zusätzlich zu einer Erbschaft von 300.000 Pfund (rund 375.000 Euro) von seinem Vater. Die Angaben dürften zu Fragen führen, ob das Geschenk seiner Mutter aus den Offshore- Geschäften seines verstorbenen Vaters stammte.

David Cameron steht wegen der brisanten Enthüllungen der "Panama Papers" gewaltig unter Druck.
Foto: AFP or licensors

Dem Premierminister wird kein illegales Verhalten vorgeworfen. Im Kreuzfeuer der Kritik steht er aber, weil er nach Bekanntwerden der Offshore- Geschäfte seines Vaters an vier Tagen vier unterschiedliche Stellungnahmen abgegeben und erst zum Schluss eine Beteiligung an der Firma eingestanden hatte. Nach eigenen Angaben hat er alle vorgeschriebenen Steuern bezahlt und die Anteile vor seinem Amtsantritt als Premierminister verkauft.

Taskforce angekündigt

Cameron kündigte die Einsetzung einer Taskforce ein, um den Berichten des Recherchenetzwerks zu der panamaischen Finanzkanzlei nachzugehen. Laut dem Finanzministerium soll die Arbeitsgruppe prüfen, ob sich Kunden der Kanzlei der Geldwäsche oder Steuerhinterziehung schuldig gemacht haben.

Schäuble: "Brauchen weltweit völlige Transparenz"

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble startete nach der Enthüllung der "Panama Papers" eine neue Attacke gegen Steueroasen. "Wir brauchen weltweit völlige Transparenz", forderte Schäuble am Wochenende. Für die neue Woche kündigte er konkrete Vorschläge an. Diese könnten bereits am Rande der IWF- Jahrestagung kommende Woche in den USA diskutiert werden.

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AG/red
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