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29.09.2016 - 22:26
Londons neuer Bürgermeister Sadiq Khan mit Ehefrau Saadiya
Foto: ASSOCIATED PRESS

Bekommt London ersten muslimischen Bürgermeister?

06.05.2016, 12:06

Der von britischen Medien als "Super Thursday" getaufte Wahltag hat am Donnerstag für die Labour- Partei starke Verluste gebracht. Nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen bei den Kommunal- und Regionalwahlen verlor Labour Dutzende Mandate in den örtlichen Parlamenten. Bei der Bürgermeisterwahl in London lag allerdings der als Favorit ins Rennen gegangene muslimische Labour- Kandidat Sadiq Khan letzten Umfragen zufolge deutlich vor seinem konservativen Tory- Rivalen Zac Goldsmith.

Khan könnte der erste muslimische Bürgermeister der Millionenmetropole werden. Die britische Hauptstadt wird seit acht Jahren von dem scheidenden Konservativen Boris Johnson regiert. Während Khan für den Verbleib Großbritanniens in der EU eintritt, wirbt Goldsmith wie Johnson für den Austritt. Mit Ergebnissen für die Bürgermeisterwahl in London ist im Laufe des Freitags zu rechnen.

Um seine Nachfolge geht es: Londons Noch-Bürgermeister Boris Johnson
Foto: ASSOCIATED PRESS

Wales: Schafft UKIP Einzug ins Parlament?

Bei den Kommunalwahlen scheint auch die EU- feindliche Partei UKIP Labour Stimmen abzujagen. Erwartet wird, dass die britischen Nationalisten erstmals in das Parlament von Wales einziehen. UKIP- Chef Nigel Farage sprach deshalb bereits von einem "Durchbruch" für seine Partei.

40 Millionen Briten waren am Donnerstag dazu aufgerufen, Regional- und Kommunalparlamente zu wählen. Neben London stand auch in anderen Großstädten der Bürgermeister zur Wahl. Schottland, Wales und Nordirland bestimmten neue Volksvertreter.

Schottland: Nationalisten verkünden Sieg

Obwohl noch nicht alle Stimmen ausgezählt wurden, feiern schottische Nationalisten bereits einen "historischen" Sieg. Es stehe bereits jetzt "ohne Zweifel" fest, dass die Nationalpartei (SNP) zum dritten Mal in Folge die Wahl des schottischen Regionalparlaments gewonnen habe, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon am Freitagvormittag.

Die Regionalwahlen in Großbritannien am Donnerstag galten auch als Stimmungsbarometer vor dem Referendum über einen Ausstieg oder Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU in sieben Wochen. UKIP kämpft für einen Austritt aus der EU, Labour für den Verbleib, die Konservativen sind in der Frage gespalten. Der Ausgang ist laut Umfragen offen.

06.05.2016, 12:06
krone.at/AG
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