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09.12.2016 - 02:25
Foto: twitter.com, thinkstockphotos.de / Video: twitter.com

Baut das Bombenhirn schon nächste Höllenmaschinen?

22.03.2016, 19:28

"Wir müssen jetzt das Schlimmste befürchten", sagt der Anti- Terror- und Islam- Experte Amar Albayati nach dem krone.at- Interview zu den Anschlägen in Brüssel leise und nachdenklich. Der Chef der Initiative Liberaler Muslime Österreich rechnet mit einer Fortsetzung der Terrorwelle : "Mit dem Wissen aus Geheimdienstkreisen habe ich vor genau dieser Entwicklung gewarnt."

Die radikalislamischen Terroristen hätten auch längst die Möglichkeit, "dirty bombs" zu bauen - also mit ihren Sprengsätzen Viren, Bakterien oder Giftstoffe zu verteilen. Die dramatischen Folgen: noch wesentlich mehr Opfer in der Zivilbevölkerung und eine kaum vermeidbare Massenpanik, wenn sich eine Seuche in einer Großstadt plötzlich ausbreitet.

Auch für die österreichischen Sicherheitsbehörden ist nach dem Blutbad in Brüssel  unklar, ob der Bombenbauer der islamistischen Terroristen weiter aktiv sein kann - oder ob die Sprengsätze, die am Airport und in der Metro detoniert sind, seit Langem vorbereitete Höllenmaschinen waren, die von "Fußsoldaten" der Terrororganisation gezündet worden sind.

IS kündigt "schwarze Tage" an

Falls sich das - bisher unbekannte - Bombenhirn der Paris- Attentäter weiterhin in Europa frei bewegen kann, muss mit neuen Sprengstoffattentaten gerechnet werden. Genau das hätte der IS bereits auf einem inzwischen gesperrten Account der Socialmedia- Plattform Twitter eindeutig angekündigt (siehe Screenshots unten).

Foto: twitter.com

"Wir versprechen der Kreuzfahrerallianz gegen den Islamischen Staat, dass sie schwarze Tage erwarten im Gegenzug für ihre Aggression gegen den Islamischen Staat", heißt es in der Erklärung.

Der IS droht mit weiteren Terroranschlägen.
Foto: twitter.com

"Nach der Festnahme des Paris- Terroristen Salah Abdeslam in Brüssel konnte ich nicht schlafen, ich war die ganze Nacht wach: Ich wusste, das wird Folgen haben", warnte Amer Albayati auch den österreichischen Verfassungsschutz. Für unsere Heimat sieht Albayati allerdings keine akute Terrorgefahr: "Wien und Graz sind Rückzugsgebiete der radikalislamistischen Terroristen. Das wird auch mit der Hilfe von gewissen Politikern so geduldet." Und mit der wärmeren Jahreszeit würden es jetzt auch wieder "mehr Terrorverdächtige nach Europa schaffen".

Verdächtiger mit Sprengstoff in der Türkei geschnappt

Während in Belgien und in ganz Europa Entsetzen über das Blutbad in Brüssel herrscht, sind am Tag des Anschlags an der türkisch- syrischen Grenze weitere IS- Kämpfer bei der illegalen Einreise in die Türkei festgenommen worden. Einer der Männer trug einen einsatzbereiten Sprengstoffgürtel am Körper. Erst am Samstag war die türkische Metropole Istanbul von einem Selbstmordanschlag mit vier Todesopfern erschüttert worden.  Der türkischen Regierung zufolge hatte der Attentäter Verbindungen zum IS.


22.03.2016, 19:28
Richard Schmitt, krone.at/red
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